Trilogie - Die letzten Rätsel des Steinlachtals by Michael Gauger - HTML preview

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Bild oben: „Gommeringen“, aus dem Kieserschen Forstlagerbuch von 1683

 

Gomaringen, früher „Gommeringen“, heute mundartlich „Gomeringâ“: Gomer war ein biblisches Volk , und auch die

Frau des Propheten Hosea hiess so - welche eine (Tempel-)Prostituierte war198; Gott hat Hosea angewiesen, eine Hure zu heiraten, um damit zu zeigen, dass auch wie Gomer den Hosea eben das Volk Israel Gott mit anderen Göttern betrügt – und auch der älteste Sohn des biblischen Japhet hiess so. Zudem ist „Gomer“ ein Mass für das

biblische Manna 199 200 ! Einer populären Deutung zufolge entsprechen die antiken „Gomer“ dem Volk der Kimmerer, in

der heutigen Türkei. „Gommer“ könnte aber ebenso für das bibl. „Gomorrha“ stehen... gleich neben Gomaringen ist der Flurname/ das Waldstück „Aschländer“. Der Apostel Petrus schrieb: „und hat die Städte Sodom und Gomorrha zu Asche gemacht, umgekehrt und verdammt, damit ein Beispiel gesetzt den Gottlosen.“ (Petrus 2, 6). Gomer in „Gommeringen“ ist also so oder so ziemlich biblisch, und könnte generell

für Unzucht stehen... 201 Gustav Schwab („Sagen des klassischen Altertums“) war in Gomaringen für 5 Jahre Pfarrer!

 

Nehren: könnte auch eine Anlehnung oder Erinnerung an Nerthus sein (germanische Gottheit), oder Nereus

(römische Wassergottheit, die auch für Sümpfe zuständig war). Oder an Nerio (römische Göttin: Nerio –

Wikipedia ). Sie war die Gattin des röm. Kriegsgottes Mars, und symbolisierte dessen Stärke und Macht. Beide, Nerthus wie Nerio, scheinen aber darum als Namensgeber abwegig, weil wir zu diesen in der lokalen Überlieferung/Geschichte keinen Bezug herstellen können, und zuviele Epochen zwischengeschaltet waren... keine durchgehende Kontinuität, wie im 1. Artikel auf S. 18 f. beschrieben.

 

Eine bekannte und durch griechische Autoren verbürgte historische Figur aber war Neaira, eine Hetäre

(Edelprostituierte): Neaira (Hetäre) – Wikipedia, was plausibler scheint. Dass der Volksmund behauptet, der in Nehren besonders verbreitete Nachname „Nill“ ginge auf schwedische Männer mit Namen „Nils“ zurück (mit denen einige einheimische Damen Romanzen hatten), lässt vermuten, dass infolge einer in der Sagenwelt üblichen

„Verschmelzung“ (auch „Synchronisation“ genannt202) hier auseinander liegende Epochen in der Überlieferung miteinander verwoben wurden. Steht Nehren für Neaira, weil gebildete Templer die altgriechische Geschichten um Neaira kannten, und ihrerseits mit hübschen Dörflerinnen Affären unterhielten? Falls Gomaringen für „Gomorrha“ stünde, würde es sich neben einem solchen „Neaira“ recht gut machen :-) Bei den Einheimischen heisst der Ort jedenfalls noch heute „Naira“. Weiters in Betracht käme im bibl. Kontext hier auch Neria , der Sohn von Maaseiah (lautliche Anlehnung an Mössingen?), Vater von Seraja, der beim Zug König Zedekias gegen Babel der Reisemarschall war (Jeremia 51, 59). Doch dieser steht in keinem Bezug zu Salomo und/oder lokalen Götzenstätten... Zuletzt könnte man noch fragen: steht der Name Nill für den ägyptischen Nil?

 

Zusammengefasst könnte Nehren also namentlich, wie das benachbarte Gomaringen, für Unzucht bzw. Hurerei stehen... wobei ich niemanden der guten Nehrener und Gomaringer angreifen will; die können ja auch nichts dafür ;-)

 

Belsen, ergänzend zum 1. Artikel: Jeremia 51, 44 spricht vom „Bel zu Babel“, den der Herr gefällt und zuschanden gemacht hat... naja, den Belsener wohl auch :-)

 

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Bodelshausen – Mehrfachdeutung: „Bodel“ ist eine alte Bezeichnung für „Iltis“. Nun gibt es neben „Bodel“ Bodel –

Wikipedia auch noch den jüdischen Familiennamen Iltis: z.B. Hugo Iltis Hugo Iltis – Wikipedia. Der Iltis

wiederum wurde oft auch „Teufelskind“203 genannt(!), auch wegen dessen Gestank. Was zu der Sage vom Teufel passen würde, der ja in der Belsener Kapelle angeblich verehrt wurde! Ergänzend dazu entspringt in Bodelshausen („Teufelskind“) der Höllbach! Auf halbem Weg zwischen Bodelshausen und Belsen (also zwischen „Teufel“ und „Bel“) sind da noch die Schwefelquellen, unweit des heutigen Bad Sebastiansweiler. Für wen Schwefel auch immer stand und immer noch steht, ist ja bekannt. Wobei nichts gegen die Bodelhäusener, die können ja auch nichts dafür :-) Dann hätten wir dort noch den Flurnamen „Bolwiesen“ und „Hinter Bolwiesen“ (wohinter man wieder „Baal“ bzw. „Bool“ sehen könnte – dasselbe). Und noch einen „Franzosenbuckel“. Könnte auch ein neuzeitlicher Name sein, jedoch war ein gewisser „Bodel“ ach ein frz. Troubadour, siehe unten.

 

Eine weitere schlüssige Herleitung des Orts namens scheint mir der Begriff 204 Bodel althochdt. für „Büttel“, was zur vermutlich fränkischen Namensgebung des Ortes (-hausen) passen könnte. Denn die Franken brauchten im

eroberten Alemannien sicher viele Büttel.... Zudem hiess ein bekannter frz. Troubadour Jean Bodel (1165-1209): Jean

Bodel – Wikipedia Dieser lebte und starb zwar im burgundischen Arras, Zeitlinie (Templer-Periode + Bau der Belsener Kapelle um 1150) und Bekanntheit könnten aber ihren Niederschlag auch in Ortsnamen gefunden haben, die seine „Fans“ möglicherweise vergaben... Der Kirchenheilige von Bodelshausen ist

seit mindestens 1275 der Hl. Dionysius: Dionysius von Paris – Wikipedia. Er ist der Schutzheilige Frankreichs und der frz. Könige, Märtyrer und erster Bischof von Paris (dem Hauptsitz der Templer!). Auch hier könnten wir es also schon von daher mit frz./ templerischen Erbe zu tun haben...

 

Weitere Deutung über Ortswappen: dieses trägt ebenfalls einen Löwen! Bodelshausen – Wikipedia Der Löwe ist

aber, wie wir auf S. 13 ff. gesehen haben, AUCH ein Symbol für den Stamm Juda! Gottes Tiergarten | Jüdische

Allgemeine (juedische-allgemeine.de).

 

Vielleicht gelten für unser Bodelshausen im Sinne einer „Verschmelzung“ (siehe oben)

auch alle Deutungen miteinander?

 

Bad Sebastiansweiler: heisst wohl noch nicht lange so... und gehört mit dem daneben liegenden „Butzenbad“ eng

zusammen, auch wegen der Heilquellen, aus denen beide Orte gespeist werden205. Im lokalen Idiom hat sich für den Weiler, der heute eine Klinik und Reha-Anstalt aufweist, der Spitzname „Bad Seba“ eingebürgert. Früher hiess der Weiler einfach Sebastiansweiler (beim Butzenbad). Da aber dort eine lange zurückreichende Badekultur belegt ist, also beim Butzenbad fast daneben schon mindestens seit dem

Hochmittelalter viel gebadet wurde (wie dazumal überall verbreitet)206, ist nicht auszuschliessen, dass der Weiler (evtl. zusammen mit dem nahen Butzenbad) auch früher schon so abgekürzt wurde. Um 1560 ist das Butzenbad

dann eingegangen 207. „Bad Seba“ aber klingt gleich wie Bathseba“, die Mutter Salomos!

 

David begehrte Bathseba, nachdem er sie von seinem Palast aus sah, wie sie sich reinigte (Flurname „Butzenbad“, was eigentlich „Putzbad“ heissen soll! Zwar wurde im Butzenbad bzw. bei den Schwefelquellen zw. Butzen und Sebastiansweiler auch im Mittelalter wirklich viel gebadet, aber wir betrachten hier ja die Flurnamen in ihrer „Doppelfunktion“. Bathseba jedenfalls war verheiratet mit Uriah, einem Krieger in Dienste Davids. Um sich seiner zu entledigen, schickte David Uriah an vorderste Front gegen die Philister, was einem Himmelfahrtskommando glich (um es kurz zu machen). Dann nahm er Bathseba zur Frau, versündigte sich also schwer. Darauf schickte Gott den Propheten Nathan zu David, der ihm mit einem Gleichnis die Augen über seine begangene schwere Sünde öffnete. In diesem Gleichnis stehen Schafe und Lämmlein für Frauen, die man von anderen nicht begehren soll. Worauf David umgehend seine Sünde einsah, bereute und büsste. Und der Herr ihm auch vergeben hat! Gleich neben „Bad Seba“ liegt die Flur „Schäferhanseneck“ (sinngemäss etwa „dem Schäfer Johannes sein Eck“), also ein Flurname mit Schafen! Der Hl. Sebastian war ein Soldat, der oft in jeweils zeitgenössischer Rüstung und Bewaffnung dargestellt wird. Jetzt ist es so, dass Uriah, der von David in den Tod getriebene Kämpfer , ja auch ein Soldat(!) war, ganz wie

der Hl. Sebastian, 208 der ja u.a. Patron von Soldatenbruderschaften und Brunnen(!) ist, ebenso wird er gegen Pest und andere Seuchen angerufen.

 

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Der Feldhauptmann, der die Anordnung Davids, eben den Kämpfer Uriah in die vordersten Linien zu stellen, umsetzte, war Joab. Derselbe Joab hatte seine Finger auch in der Geschichte um Abner und der um Absalom drin (siehe dazu die Flurnamen-Situation um „Dachtel“ und „Knechts Grab“ in Mössingen). Somit hätten wir auch eine geografische Verbindung von Bad Sebastiansweiler zu Mössingen und der Dachtel, was dann im Belsener „Salomonischen Tempel“ (mithin Salomo) kulminiert.

 

Jetzt gilt Bathseba als eine der herausragenden Frauen des Alten Testaments, denn sie zog viele Fäden aus dem Hintergrund, und hatte am Hofe viel Gewicht. Nicht zuletzt hat sie auch durchgesetzt, dass Salomo anstelle seiner älteren Brüder auf dem Thron landete. Und König Salomo hat sie so hoch geehrt, dass er seiner Mutter Bathseba gar einen Thron gab, um neben ihr zu regieren!

 

Butzenbad: in Wortbedeutung eigentlich „Putzbad“. Jedoch steht „Butz“ bzw. der „Butzemann“ seit jeher für

koboldartige, böse Geister & Dämonen: Butzemann – Wikipedia „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Haus herum“ singt ein – heute fast vergessenes – altes Volkslied, welches seit mindestens Karl V., dem habsburgischen

Kaiser des 16. Jh. überliefert ist: Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann – Wikipedia. Diese Geister waren sehr gefürchtet, und dienten lange als Kinderschreck.

 

Spaziert man von Bodelshausen nach Belsen, passiert man – wie entlang einer Perlenschnur - also das „Teufelskind“ (Bodelshausen) und den zugehörigen „Höllbach“, dann folgen gleich Schwefelquellen, und nicht zuletzt der Butz(emann), bevor man über die ehemalige Zollbrücke nach Belsen (Bel, Baal) gelangt... vice versa. Recht unheimlich, das Ganze, und „unterirdisch“. Zumindest aber kurios... Zudem galt der Butzenweiher nebst dem

Tannbach daneben früher gar als weiterer 209 Hexen-Versammlungsort!

 

Öschingen 1: die Öschinger gründen ihr Ortswappen (ebenfalls mit einem Löwen, siehe oben bei Bodelshausen) auf

die Herren von Fürst, in deren Herrschaftsbereich sie einst zeitweise gehörten210. Doch auch die von Ow waren

zeitweise Herren des Dorfes. Deren Wappentier ist der Löwe: Ow (Adelsgeschlecht) – Wikipedia , siehe dazu auch das Wappen auf S. 12. Die Burg First stand im heute noch so geheissenen Firstwald, zwischen Mössingen und Öschingen, und ist seit ca. 400 Jahren abgegangen.

 

Das Wappen derer von Fürst enthält einen sehr schönen und vorbildlichen Sparren :-) Der heraldische Sparren wird oft auch „Templersparren(!)“ genannt, was aber noch nichts heissen muss. Jedoch sahen wir schon auf S.4, dass dieser Sparren auf frz./hebräisch auch „Chevron“ heisst, und mithin für Hebron steht, die Stadt Abrahams, Jakobs und Isaaks, zugleich lange als „Nabel der Welt“ gesehen. Und wie der Löwe (im Wappen auch der Bodelshäuser) für den Stamm Juda, weil die Stadt Hebron in deren Gebiet liegt.

 

Kurz & gut, die Mössingen umgebenden Orts- und Flurnamen, die teils ebenso auf frz. Ursprünge

verweisen könnten, bzw. auf die Sage vom Teufel respektive vom Baal/Bel, der in Belsen angeblich

verehrt wurde, könnten gut zu den bisherigen Vermutungen über „neuheidnische Heiligtümer“

in und um um Mössingen passen....

 

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Mappa mundi - das Steinlachtal als kleine „Weltkarte“?

 

Bild oben: sogenannte TO-Karte, aus Meyers Konversationslexikon 1888, gemeinfrei

 

n mehreren Artikeln und Videos habe ich bereits untersucht, wie lokale Herrscher der Westschweiz vermutlich die damalige bekannte Welt in Orts- und Flurnamen abbildeten, freilich in Miniaturform,

jedoch immer mit einem lokalen „Jerusalem“ im Zentrum 211. Man wollte sich selbst als rechtgläubig darstellen, und auch die gottgewollte Ordnung, also seine eigene Legitimation zur Macht, damit unterstreichen...

 

Die Weltkarten im Mittelalter waren nie exakt oder geografisch akkurat, und auch nicht so gemeint: vielmehr waren

sogenannte „Radkarten“ beliebt, auch „TO-Karten“ geheissen, dazu Zitat Wiktionary:

 

„Der bewohnte Teil der Erde, Ökumene genannt, erscheint darauf meistens dreigeteilt;

das üblicherweise angewandte Modell war das sogenannte T-O-Schema, dessen Aufbau auf Isidor

von Sevilla zurückgeht: In einen Kreis, bei dem der Osten respektive der Orient oben steht , ist ein T eingefügt, das einerseits für das Kreuz Christi, andererseits für die Grenzen zwischen

den drei Kontinenten steht.“

 

Viele bisher angeführte Orte, Flurnamen etc. könnten auch in Doppelfunktion verstanden werden

(Mehrfachbedeutung). Und zwar derart, dass sie auf Regionen und Länder der damaligen (uns bekannten)

Welt hindeuten. So z.B.

 

Tirolerkopf Tyrus/Tempelbauer Hiram Phönizien Titusenköpfle Kaiser Titus, aber auch Titus, Rom, Italien

Gefährte von Paulus Kreta

Heuberg Hexen/Saul Endor + Gebiet Benjamin Belsen Salomo + Jerusalem Israel

aber auch: Babel / Babylon

Farrenberg Pharao evtl. Masada – Israel

(siehe vorne/ bei

dessen Belagerung

wiederum iVm Titus!)

Ofterdingen Hl. Mauritius, Beg(u)inen, Kornwappen Ägypten

Ammoniten (Oase Siwa = Ammon) Ammoniter (in etwa das

heutige Jordanien)

= Oase Siwa = Ammon=

Ammon-Heiligtum/Ägypten!

 

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Bodelshausen Troubadour Bodel (aus F) Frankreich, nebst „Franzosenbuckel“ daneben Frankreich

Teufelskind + Höllbach + Butzen Tja...

Bad Sebastiansweiler Hl. Sebastian Bathseba = Gebiet Naftali Gomaringen Gomer (Volk): Türkei

Frau Hoseas und Hure

Gomorrha!

 

Nehren Nearia: griech. Hure

Griechenland

Göttin der Sabiner, bei Rom Nerio, Gattin des Mars

Dusslingen Tuzzilingen Tuzzi = Heer, Armee!

 

Nehren und Dusslingen liegen an alter Heerstrasse,

ebenso Ofterdingen (Mauritius!) an der alten „Schweizer

Strasse, die bis heute der alten römischen Trasse folgt!

 

Öschingen Hl. Martin Tours /Frankreich Jakobstein (+ Köbele?) Jakob = Israel Hebron + Juda/Israel Rossberg hebr. „Rosch“, für Kopf oder Norden! Russland, Asien

 

Hervorhebungen in blau deuten auf Länder, solche in grün auf Militärisches (auch „Soldatenheilige“), solche in rot auf relevante Hurengeschichten des Alten Testaments, wobei Gomorrha immer zusammen mit Sodom genannt wird, welches ich hier nicht finden konnte. Jedoch wurde den Templern in ihren Vernichtungsprozessen (und auch früher) immer wieder der Vorwurf der „Sodomie“ gemacht (was damals nicht nur geschlechtlichen Umgang mit Tieren, sondern auch Homosexualität meinte), also wären so gesehen die Templer selbst die „Sodomiten“!

 

Aber auch lokale Kirchenheilige als Patrone der örtlichen Kirchen könnten noch „Schätze“ bergen, also weitere Herkunftsländer bezeichnen...

 

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