Trilogie - Die letzten Rätsel des Steinlachtals by Michael Gauger - HTML preview

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Gemeindewappen

 

Oben: die Wappen des Landkreises Tübingen, und benachbarter Orte des Zollernalbkreises; es fällt auf, dass sowohl Mössingen wie auch

Belsen bis 1974 kein eigenes Wappen führten, aber dafür der kleine Weiler Beuren unterhalb des Dreifürstensteins,

das sogar 3 Kronen enthält!...

 

Es fällt auf, dass gerade in Öschingen, und NUR in Öschingen, Sparren und Löwe vereint sind. Eine Doppelbetonung sozusagen. Das würde zu dem „Haus Tempel“, das in Öschingen lag, passen (wohl eine vielleicht leicht befestigte „Weg- oder Pilgerstation“; dort wird ja innerorts auch eine abgegangene Burg vermutet). Öschingen liegt an einem alten Heerweg auf die Alb, der wohl schon seit Römerzeiten benutzt wurde.

 

Ofterdingen hat eine Korngarbe. Das passt SEHR gut zu den vorher angeführten Ägypten-Bezügen des Dorfes. Denn

Ägypten war zu Römerzeiten DER Kornspeicher des Reiches. Zudem spielte sich dort auch die bekannte

Josefsgeschichte mit dem Pharao und den Kornspeichern ab („7 fette und 7 magere Jahre“)

 

Salmendingen hat 3 Wolfsangeln und ein eigenartiges Tuch im Wappen. Dieses Tuch ist dasselbe, welches das

Wappen von Tübingen zeigt, oder jenes der Familie Montfort: Montfort (Adelsgeschlecht) – Wikipedia Robert

Brockmann („Mr. Krypto-Judentum“) meint, dass dieses Tuch an einen jüdischen Rabbi-Schal erinnere212;

und mit den Wolfsangeln als verdeckte Anspielung hätten wir wieder den Stamm Benjamin codiert. In den Wappen der zollerischen Gemeinden Starzeln und Stockenhausen finden wir sogar noch Templerkreuze, und

in anderen natürlich wieder Löwen, Hirsche und Bären... Liste der Wappen im Zollernalbkreis – Wikipedia

 

Und warum würden sich manche Ritter und Adlige nach jüdischer (Stammes-)Symbolik richten? Weil jene

vermutlich selbst sehr oft (getaufte) Juden waren, was dann auch für viele Templer gegolten hätte...

 

Mittelalterliches Schwarzpulver?

 

in interessanter Punkt, der sich auftut, wäre noch, dass wir mit den Schwefelquellen bei Bathseba, ähm Bad Seba(stiansweiler), der Salpeter hütte zwischen Mössingen und Talheim, und den abgegangenen Weiler Buch und Beruf und Namen „Kohler /Köhler“ was vor uns haben? Alle Zutaten für Schwarzpulver! Ob hochmittelalterliche Templer dieses schon gekannt haben, ist zwar zweifelhaft; auffällig sind die Verbindungen trotzdem. Vielleicht hatten die Templer mit ihren excellenten Kontakten in die Levante und den Nahem Osten aber generell Gelegenheit, dieses kennenzulernen bzw. damit zu experimentieren. Dass dieses Pulver in China erfunden und die

Kenntnis davon schon früh in den orientalischen Raum gelangte, ist unstrittig. So wurde dieses bereits im 13. Jh

auch in Europa bekannt: Schwarzpulver – Wikipedia

 

Ergänzung zu lokalen Flurnamen

 

ass der Tirolerkopf alias „Tyrolerkopf“ für (König) Hiram von Tyros stehen könnte, wird bestärkt durch Flurnamen, die wir teils in unmittelbarer Nähe finden, aber auch weitere: Die Frau des (Königs oder Bronzegiessers) Hiram von Tyros - wir erinnern uns: er war ein guter Freund von König David und auch von dessen Sohn König Salomo - wiederum war eine aus dem jüdischen Stamm der

Naftali213 (1. Könige 7, 14)! Und Naftali finden wir in der näheren Umgebung gleich mehrfach verankert: im Hirschkopf gleich daneben(!). Im Hirschfeld, evtl. im Kirchkopf(?) bei Talheim, im Hirschental, in

Lange Hirschen, in „Kurze Hirschen, unweit des heutigen Bahnhofs Mössingen. Ebenso finden wir eine weitere rotzfreche Codierung möglicherweise im berühmten Belsemer Kirsch, einem weit herum gerühmten Obstwässerle :-)

 

Hinter Belsen, ist die Situation der Flurnamen besonders interessant: unweit von St. Johann (abgegangener Weiler und angeblich alte Kirche!) und Buch (ebenfalls abgegangener Weiler). Denn St. Johann schrieb ein Buch! Also die Offenbarung des Johannes, auch „Apokalypse“ genannt, das letzte Buch der Bibel. Hinter Belsen ist es also wirklich etwas „apokalyptisch“ Passenderweise lautet der älteste fassbare urkundliche Eintrag über den Weiler Buch von

1283, dass dessen Zehnt damals dem 214 Johanniterhaus in Rexingen übertragen wurde! In diesem Buch des Johannes ist auch die Rede von von diversen Tieren („Tiergarten“ fast nebenan , was wie die Belsener Kapelle im ersten Artikel der Reihe, dafür siehe dort, ebenfalls auf die „Zahl des Tieres“ verweisen könnte!), unweit von St. Johann ist beim „Alten Morgen“ da noch das „Goldgräble“... Dass hier Gold geschürft wurde, schliesse ich aus, und ist auch nicht überliefert.

 

Aber in der Apokalypse selbst wird Gold als Metapher für Reichtum im Himmel gesehen (Offb 3, 18), ebenso ist das Neue Jerusalem, das Johannes von Patmos gesehen hat, von Strassen aus Gold (Offb 21, 21).

 

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Im Zusammenhang mit der Belsener Kapelle (die ja ursprünglich gemäss einer Sage bei St. Johann(!) gestanden hätte) wird aber wieder das Gold bei König Salomo interessant, auf welches sich Johannes von Patmos bei der Umschreibung der „ZAHL DES TIERES“ bezieht: denn dort – also bei Salomo - wird diese Zahl im biblischen Kontext ZUM ERSTEN MAL genannt!!! Bei König Salomo, der ja vielfach auch in der Belsener Kapelle zitiert wird (dafür siehe dann dort), ist das die Zahl der Goldshekel, (wohl „Zentner“), die dieser jährlich von allen Tributpflichtigen erhielt... „Es ist eines Menschen Zahl“, schreibt Johannes in der Apokalypse... und König Salomo war ein Mensch! Wobei ich mich hier nicht an eine Deutung der Apokalypse heranwage, denn die 7 Siegel des Buches kann nur das Lamm Gottes selbst öffnen, also Jesus Christus selbst, was zu gegebener Zeit auch passieren wird. Jedoch KÖNNTE diese Zahl auch ein Synonym für König Salomo und dessen Abfall (Weg WEG von Gott) stehen bzw. ein Synonym für das Alte Israel in seinen damaligen Grenzen sein...

 

Hinter Belsen, rund um den ehemaligen Weiler St. Johann fänden wir neben der Belsener Kapelle also eine ausgedehnte „apokalyptische“ Situation:

 

Zumal gleich über St. Johann sich der „Tirolerkopf“ erhebt (dazu siehe oben), welcher ja mutmasslich für Tyros, die Hauptstadt der Phönizier, und eben König Hiram von Tyros, den berühmten Tempelbauer steht! Hier hätten wir also Tyros, mithin Hiram, landschaftlich gleich neben Naftali (seiner Mutter) und die Apokalypse neben Salomo (und dessen Tempel) gesetzt, welche beide auf die „Zahl des Tieres“ verweisen!

 

Und auch der Flurname „Rosenwirtsstich“ in der Nähe ist sonderbar. Flurnamen sind wie gesagt (siehe dazu im 1. Artikel), recht alt, manchmal uralt. Einen Gasthof Rose in Mössingen gab es zwar auch, aber erst ab 1727 bzw. 1875 belegt (siehe Heimatbuch S. 107 und 109). „Rose“ bzw. „Rosa“ als Farbe ist aber eine unstrittige jüdische

Namenskodierung 215. Und steht ebenfalls für den Stamm Naftali, bingo!

 

Ähnlich könnten wir auch den Flurnamen (heute Strassenname) „Im Rosenbenz“ einordnen: im „Mössinger

Heimatbuch“ von 1973 deutet der Autor Martin Haar diesen Namen als „umgehegte Rose“216. Doch wer betrieb früher im offenen Feld einen Rosengarten? Wahrscheinlicher scheint mir, dass diese Flur - damals ausserhalb des Ortes - einem jüdischen „Benz“ (auch viele jüdische Familien tragen diesen Namen) oder einem mit einem „Rosennamen“ gehörte, was wieder auf den Stamm Naftali verweisen könnte. Wobei Namen mit Rot oder Roth i.d.R. eine Kodierung für den Stamm Ruben sind.

 

Hinter Belsen gibt es auch noch den Flurnamen „Remsele Teich“. Was wieder auf einen speziellen Brauch oder Kultort verweisen könnte: hier eine Sage vom Urschelberg (Ursulaberg) beim nahen Pfullingen:

 

Bild oben: Über den Brauch des „Remselen“ (abergläubisches Steinewerfen) beim nahen Ursulaberg

(Bild: Screenshot der Website forschung-fischerprivat.de/fischerweb/aberglaube-steine.htm)

 

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Jetzt ist es so, dass die Bibel nicht nur „Höhen“ als Orte der Götzenverehrung anmahnt, sondern an etlichen Stellen

daneben auch Quellen, Steine und grosse Bäume (1Kön 14,23f; 2Kön 16,3f; 2Kön 17,9-11) 217! Bei der Gewahrung (alttestamentlich gemeinter) Kultorte können wir unseren Blick also auch weiterschweifen lassen. Und hier sind auch andere Orte interessant, die bisher als vermeintlich keltisch-germanische Kultplätze gedeutet wurden. Wobei viele von ihnen – im Rahmen unserer „templerischen“ Deutung – vielleicht viel jünger sind, also etwas jüngeren „Götzen“ gedient haben könnten, wie zum Beispiel:

 

Forkloch (Auf Heiligloch)

Heiligenbach (neben St. Johann)

Zum heiligen Kreuz

Schöne Eiche

Bielwiesen (hinter Belsen, evt. Belena bzw. Baal-Wiesen?)

Wasserfälle (wie die Salmendinger Wasserfälle hinter Talheim)

Quellen (vielleicht auch die Schwefelquellen bei Butzen?)

etc. etc.

 

Rundherum könnte man in der Umgebung von Mössingen und Belsen einige (Alias-Höhen-)Heiligtümer angelegt

sehen, die teils auch antiken Standorten oder Völkerschaften entsprechen mögen...

 

Familiennamen

 

uf einzelne Familiennamen explizit einzugehen, will ich hier vermeiden, um a) diese zu schützen, und b) keinen von diesen „in Verruf“ zu bringen. Dennoch habe ich unter alt eingesessenen Familien in und um Mössingen ca. 10-15 Familiennamen gefunden, die entweder (krypto-)jüdischer oder französischer Herkunft sind, und zu unserer lokalen „Templergeschichte“ passen könnten.

 

Auch unser Familienname könnte französisch sein (so zumindest die Familienüberlieferung),

allerdings hiess es immer, wir wären Nachfahren von eingewanderten Hugenotten, was französische Glaubensflüchtlinge um das Jahr 1600 bezeichnete. Dass dem aber nicht so sein kann, zeigt ein Blick in alte Kirchenbücher der Orte Mössingen und Belsen. Dort ist bereits um 1540 ein Vorfahr von uns belegt: Michael(!) Gauger, Schultheiss daselbst.

 

Und gemäss der Website geneanet.org waren um 1600 gerade um Troyes, dem Gründungsort(!) der Templer Gaugers dort recht verbreitet (allerdings ebenso um Rouen und um Paris, dem Hauptsitz der Templer). Auch heute gibt es in Frankreich offenbar noch mehr Gaugers als in Deutschland.

 

Das muss nicht heissen, dass einer unserer Vorfahren ein Tempelritter oder Johanniter war... denn wer einen Ritter im Stammbaum hat, weiss dies für gewöhnlich, ausser seine Vorfahren wären „Bastarde“, also uneheliche Kinder gewesen... Aber jeder Ordensritter hatte auch Knappen und Knechte, damit zumeist ein Gefolge aus 2-4 Leuten.

Welche 218 „Servienten“ genannt wurden, dienende Brüde r. Es wäre also möglich, dass französische Gaugers zu Templerzeiten aus Troyes oder Paris im Schlepptau eines Ordensritters hier aufgetaucht sind und sich später hier auch niedergelassen haben. Das ist gar nicht so abwegig, denn..

 

Ein Schweizer Freund von mir sagt beispielsweise, er wüsste aus seiner Familienüberlieferung, dass er von einem englischen Ritter abstamme, der vor vielen hundert Jahren dort „hängengeblieben“ wäre Hier könnten wir es entweder mit einem Pilger oder eben einem Ordensritter zu tun haben, denn andere Leute sind zu diesen Zeiten für gewöhnlich nicht gereist, waren vielmehr „schollengebunden“, oder sie mussten für ihre

Grundherren in den Krieg reisen. Und im Jahre 1375 wüteten in der heutigen Westschweiz die „Gugler“219, arbeitslose Söldner aus dem 100-jährigen Krieg, den Frankreich und England miteinander fochten. Und unter diesen „Guglern“ waren eben auch viele englische Soldaten...

 

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Das ist zwar nichts Handfestes oder Konkretes, aber es zeigt, dass auch im Mittelalter infolge von Kriegen, Pilgerfahrten oder eben auch Ordensaktivitäten Leute aus Frankreich oder auch England durchaus in Mitteleuropa „hängenbleiben“ konnten.

 

Und wie hätten Templer ihre

 

(Salomonischen) Höhenheiligtümer getarnt?

 

ie hätten sie wohl als Gebetsstätten im christlichen Sinne ausgegeben.

 

a) So wären oben auf ihren „Höhen“ keine „Mastabas/Mezzabas“ (Menhir-artige Kultsteine) aufgestellt, wie im antiken Nahen Osten auch bei den Hebräern und Kanaanäern üblich, sondern Kruzifixe, Gedenkbäume, Gipfelkreuze, Kreuzwege (wie bei der Salmendinger Kapelle, welche

als „Kalvaria“ mit Kreuzweg in christlicher Deutungstradition sich über dem Grab Abrahams erhebe.

 

b) keine Gipfelfeuer und/oder Brandopfer wie im Alten Orient üblich, dafür teils gebotene Prozessionen zu diesen Gipfelkreuzen oder Kreuzwegen, von welchen es damals durch den Jahresverlauf viele gab. Oder auch Sonnwendfeuer Der Hl. Johannes (alias Sommersonnwende alias Belsener Kapelle) lässt grüssen... wie z.B. heutzutage auf der Olgahöhe bei Mössingen. Und genau diese hat wohl eine Verbindung zu Belsen:

 

Bild oben: Blick von der Olgahöhe auf die Belsener Obstwiesen (Belsen rechts hinter dem Baum); Bild von dem u.a. Roland Krauss 2013, mit

freundlicher Genehmigung

 

von dort verläuft gemäss dem Geobiologen Gerhard Salzer eine sehr starke Leyline zur Belsener Kapelle! Bei seiner Begehung/ Mutung auf der Olgahöhe Ende der 1990er-Jahre waren ausser mir damals auch die heute Verstorbenen Fritz Krauss (Ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesdenkmalamts und „Archäologischer Führer“ von Jürgen Meyer) und dessen Sohn Roland Krauss dabei, ein guter Freund von mir. Und Herr Salzer erzählte noch mehr...

 

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Bei unserer Begehung damals hat allerdings niemand von uns an Templer oder andere Ordensritter gedacht, welche ihre „Höhen“ oder Gräber an bestimmten geophysikalischen Kraftfeldern ausgerichtet hätten...

 

Ebenfalls auf der Olgahöhe hat ein alter Bekannter von mir, Matthias Röhrs aus Mössingen, zu unseren Schulzeiten einmal Mauerreste ausgemacht, und sie unserem damaligen Geschichtslehrer Herrn Prauser gezeigt, in einem Projekt zur Heimatgeschichte. Nachdem wir alle gleichermassen gestaunt haben, vermuteten wir dort oben gar eine befestigte, burgartige Anlage... oder hätten wir es hier mit einem jener „Höhenheiligtümer“ zu tun?

 

Vielleicht „opferte“ man an diesen „heiligen“ Plätzen auch auf ganz vielfältige Weise :-) dies im Rahmen eines lokalen, aber festgefressenen Aberglaubens. Wenn Bräuche wie das „Remselen“ bei Pfullingen (siehe S. 61) bei der - eigentlich christlichen Bevölkerung - keinen Anstoss erregt haben, kann sich unsere Phantasie für hypothetische alttestamentlich „Höhenheiligtümer“ noch einiges mehr vorstellen...

 

Bild oben: der Farrenberg („Mössinger Hausberg“), vom Belsener Kirchhügel aus gesehen – die Olgahöhe ist die Kuppe mit den

reifweissen Bäumen am Fusse des Berges; Foto vom Autor, November 2010

 

Die verschollene Bundeslade

 

a der „Gral“ eben AUCH als Synonym für eben die legendäre, verschollene Bundeslade der alten Israeliten gilt (siehe hier auf S. 7), symbolisiert er auch implizit ganz klar den Alten Bund, d.h., OHNE Jesus Christus, Gott steh uns bei! Und diese Bundeslade stand wo? Im Salomonischen Tempel, dort im Allerheiligsten. Es gab in vielen mittelalterlichen Kirchen Anlehnungen an den Salomonischen Tempel (die wohlgemerkt nie eine perfekte Kopie sein wollten, sondern nur zitatweise erfolgten, in einzelnen

Details, wie auch in der Belsener Kapelle). Diese Anlehnungen an den Salomonischen Tempel allerdings NICHT als Reload des Alten Bundes verstanden, sondern als heilsgeschichtliche Vorwegnahme, eine Art „Präfiguration“ von Jesus Christus. Dem weisesten, höchsten und gerechtesten König. Der uns ja seit Seinem Kommen im Fleisch in jedem Allerheiligsten Altarssakrament in Fleisch und Blut begegnet, und sogar in uns eingeht! Das im Alten Bund begonnene und prophezeite Heilswerk bleibt im Christentum und dessen Bauten also nicht dort stehen, sondern wird mit Jesus Christus also vollendet, und in Kirchen & Ritus weitergeführt. Zitat J.R.R. Tolkien, welcher tiefgläubiger Katholik war: „Das Allerheiligste Altarssakrament ist das Grösste und Gewaltigste, was wir hier auf Erden haben!“ In Fleisch und Blut meint natürlich nicht irgendeinen Kannibalismus, sondern Nahrung für die Seele! „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm“ (Jesus Christus).

 

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Einmal begegnete mir in einer interkonfessionellen Gebetsgruppe (die eigentlich Jesus ins Zentrum stellen wollte) eine Frau – mit für mich klar erkennbarem kryptojüdischem Namen, der sich ebenso von Cohen/Coen herleitet, dem alten Priester-Levitengeschlecht, was sie aber sicher nicht wusste, so nebenbei – die ganz offen sagte, dass für sie NICHT Jesus im Zentrum stehe, sondern der Alte Bund, das Alte Testament! Sie ist dort irgendwie verhaftet geblieben. Worauf ich spontan fragte: „Bist Du eine Jüdin?“ (Raunen in der Gebetsgruppe: diese Frage war für mich nur aus einem Grund interessant: es hätte mich einfach so gefreut, wenn eine Jüdin sich mit Christen versammelt, um zu beten. Ohne irgendein „Bekehrungsgefasel“!) Ihre Antwort war aber: „Nein, bin ich nicht. Ich sehe mich als Christin, allerdings ohne Jesus(!)“. Weitere Frage von mir: „Okay, dann zelebrierst Du den Alten Bund“? Wieder Raunen in der Gruppe. Ihre Antwort: keine :-) Was es alles gibt...

 

Wichtig ist, hier zu betonen, dass die allermeisten Nachfahren von „Kryptojuden“ wohl kaum um ihre jüdischen

Ursprünge wissen, oder sich dafür interessieren würden. Das sind meist nur „Rückbleibsel“ einer unbekannten

Familiengeschichte!

 

So kann man also durchaus die Frage stellen, ob denn ein möglicher „Tempel-Reload“ durch mittelalterliche TEMPELRITTER, die überdies König Salomo vertreten und als Vorbild nehmen, wirklich alttestamentlich gemeint war? Als „Reload“ des Alten Bundes? Der aber gilt nicht mehr. „Glaubt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz (des Alten Bundes) aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ (wieder Jesus Christus). Mit der Erfüllung durch Ihn und Sein Heilswerk am Kreuz hat Jesus also erfüllt, und damit den Weg für den Neuen Bund mit und in Ihm freigemacht: bei Seinem Hinscheiden am Kreuz riss sofort der Vorhang vor dem Allerheiligsten des Tempels entzwei. Der Weg zu Gott (=Jesus) steht seither jedem offen, der Ihn annimmt, Ihm folgt und an ihn glaubt...

 

Gott aber lässt den Bau eines Neuen Tempels (als Steingebäude) nicht zu! Einmal unternahmen im Jahr 361 einige den Versuch, den Tempel aus Stein wieder neu aufzubauen (siehe dazu auch auf S. 10): als die Mauern schon recht hoch waren, kam ein furchtbares Erdbeben, und brachte alles zum Einsturz. Bei einem weiteren Versuch erfolgte ein zweites Erdbeben, und Flammen brachen aus der Erde hervor. Mit dem Bau des Tempels war es für immer aus. Bis heute. Vielmehr sollen die Christen fortan Tempel sein, der dritte und letzte Tempel. Nämlich: „Seid Tempel des Heiligen Geistes“ (Apostel Paulus).

 

Doch die historischen Templer planten vermutlich ebenso, „Alte Tempel“ zu bauen – je länger dieser Orden existierte, umso eigenwilliger und pervertierter wurde er ja (siehe im vorigen Artikel), entfernte sich also von seiner ursprünglichen Mission. Und wenn man auch im Steinlachtal wie in Belsen und Öschingen lokale „Templer-Stationen“ betrieb, DANN wollte man als mächtiger Orden (wie im letzten Artikel bereits gesagt, gar eine Grossmacht alias „Staat im Staat“!) seine Affinität zum Gral halt auch manifestiert haben, quasi für die Ewigkeit. Und wo geht das besser als in einem literarischen Denkmal, also einer berühmten Gralsgeschichte? Die wäre allerdings Gegenstand des dritten und letzten Artikels der Reihe...

 

Oder aber in einer „biblischen Geografie“!

 

Nach allem: wir haben einen langen und wilden Ritt durch die Geschichte des Steinlachtals unternommen, mit verblüffenden Funden und Zusammenhängen. Welche vielleicht nur für historisch oder heimatgeschichtlich Interessierte von Belang sind, also für eine kleine Gruppe von Menschen.

 

Aber damit auch auch neue Fragen eröffnet. Eine davon ist: warum sollte uns das mit den Templern, den Symbolen & Codes, der biblischen Landschaft heute noch interessieren? In der Schweiz habe ich auch einen „Grail Trail“ ausgemacht, ebenso mittelalterliche Weltkarten in der Landschaft, und mehrere Jerusalems bzw. Backups. Doch was soll das alles? Die Antwort auf diese Frage beschreibt zugleich auch den Antrieb, die Intention für diese Artikelreihe, warum habe ich all das zusammengestellt und veröffentlicht?

 

a) unser christliches Erbe in Europa ist noch viel reichhaltiger als wir glauben, unsere Region (und wahrscheinlich auch andere Gegenden!) enthält viel mehr als unmittelbar zu sehen ist! In einer tieferen Schicht, und nicht nur an Gebäuden, gleichwohl direkt an der Oberfläche, jedoch für uns Verbildete kaum mehr zu erkennen.

 

Indem wir die o.g. (vermutlich teils von zollerischen Templern eingesetzten) Flur- und Bergnamen heute noch benützen, auch die Dorfnamen, folgen wir unbemerkt ihren alten Spuren und erkennen ihren Besitz gewissermassen noch immer als solchen an ;-)

 

b) weil das alles NOCH LÄUFT! Nicht nur der Trachtenverein mit der Schürze erhebt den Anspruch, direkter Nachfolger der Templer zu sein, sowohl in Ritus und System, als auch in durchgehender Tradition. Zwar gibt es dafür keine unabhängigen Belege, aber nehmen wir mal ihre Eigenaussage beim Wort. Und dieser Trachtenverein hätte – so munkeln manche - solch grossen Einfluss auf Politik und Wirtschaft unserer Zeit, dass man ihn als dominant bezeichnen könnte...

 

Und wenn in jüngerer Zeit sogar gewisse „templerische“ Familien (deren Namen ich hier nicht nennen will) sich wieder im Steinlachtal niedergelassen haben: kann es sein (Spekulation!), dass sie hier als eine Art „Statthalter“ fungieren (freilich ohne das selbst zu wissen), um Leute da zu haben, falls „es wieder losgeht“? Das ist darum nicht ganz abwegig, weil ich von der schweizerischen Stadt Neuchâtel weiss (von einem Top-Insider), dass dort nach dem Rückzug der Preussen (Stadt und Kanton gehörten ca. 150 Jahre zugleich zu Preussen UND der schweizerischen

Eidgenossenschaft, ein historisches Kuriosum 220!) eine Art „Schattenkabinett“ eingerichtet wurde, das bis heute besteht und gepflegt wird. Nämlich für den Fall, dass „der König wiederkommt“. Der damit gleich eine intakte, funktionsfähige und königstreue Verwaltungsriege vorfinden kann!

 

Bild oben: Überführung der Bundeslade durch den singenden und tanzenden König David; anonym, 16. Jh.

 

Der Gral im Steinlachtal? 221 Wolfgang Eggert merkt an, dass das kabbalistische „Buch Zohar“ die in der Bundeslade befindlichen Reliquien „vom Atem Gottes erfüllte Steine“ nennen würde. Wolfram von Eschenbach wiederum beschreibt den „Gral“ (der ja mit der Bundeslade gleichgesetzt wird! Siehe hier auf S. 7) als „lapsit excillis“: die

Deutung dieses Begriffs ist strittig, aber er wird oft verstanden als 222 „Stein, der von Himmel fiel“!

 

Das wäre von unserem STEIN-LACHTAL und seiner biblischen Landschaft namentlich nicht sooo weit weg...

weil ja nicht zuletzt die Templer auch als „Hüter des Grals“ galten223...

 

Artikel – eigentlich schon wieder ein Kurzbuch

 

Michael Gauger, Februar 2024; alle Rechte vorbehalten

 

schreibgauger@gmx.net zeitreisen-seeland.ch nurfuerreiche.jimdo.com

 

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