Der Tote im Sand by art.TM - HTML preview

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Kapitel 10

Auf Formentera setzt sich nun Inspektor Campbell mit Isabella in Verbindung.

"Entschuldigen Sie Frau Sanchez, dass ich Sie nochmals belästige. Wie geht es Ella?", erkundigt sich Steve vorsichtig.

"Sie schläft, der Arzt gab ihr etwas zur Beruhigung, danke der Nachfrage.

Was kann ich für Sie tun?"

"Da wäre noch mal eine Frage, in Bezug auf Ihre Eltern, ist das in Ordnung?"

"Natürlich. Was möchten Sie wissen?", fragt sie.

"Haben Sie irgendwelche Informationen über die Picasso Gemälde, die aus der Villa gestohlen wurden? Ist davon eines wieder aufgetaucht?"

"Nicht dass ich wüsste, haben Sie etwas gefunden?"

"Anscheinend ist ein Picasso in einem Antiquitätengeschäft in Barcelona entdeckt worden, bzw. es wurde dafür eine Anzahlung vorgenommen."

"Also von mir ganz bestimmt nicht.", erwidert Isabella.

"Nein, nein" sagt Steve, "so ist es nicht gemeint, es könnte sich ja um eines der gestohlenen Werke handeln."

"Ja, natürlich, das wäre ein kleiner Erfolg. Entschuldigen Sie bitte, das ist mir so gar nicht in den Sinn gekommen. Ich stehe selbst noch unter Schock.", antwortet Isabella.

"Ich möchte Sie auch weiter nicht stören. Vielen Dank dass Sie sich Zeit genommen haben.", sagt Steve und verabschiedet sich von der traumatisierten Isabella.

"Keine Ursache, wenn es weiterhilft den Mörder zu finden.", meint Isabella und wünscht dem Inspektor noch einen schönen Abend.

Kaum hatte er das Gespräch beendet … da ertönte ein Klopfen. "Wer bittet um Einlass?"

"Die holde Nachtwächterin vom Dienst.", flüstert eine sanfte Stimme und mit einem dezenten Schwung geht die Tür auf und seine liebste Bianca steht vor ihm.

Mit empathischer Stimme begrüßt der frisch Verliebte seine unendlich angebetete Forensikerin: "Hallo mein Liebstes, du siehst sehr müde aus."

"Ja, wir hatten einen anstrengenden Tag in der Pathologie. Uns wurde ein Unfallopfer eingeliefert. Ein Körper voller Schnittwunden, es sah bestialisch aus."

Mit einem tiefen Blick in ihre Augen: "Das tut mir leid mein Schatz ... da hilft nur ein Drink. Wie wäre es mit einem Fruchtcocktail?"

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"Das ist jetzt gerade das Richtige für mich mein süßes Früchtchen.", hauchte die angetörnte Spanierin.

Sie setzen sich auf den Balkon, Bianca wirft ihre Schuhe von den Füßen und nippt ein wenig an dem Cocktail.

"Wunderbar erfrischend.", meint sie.

"Es gibt viele Neuigkeiten zur Leiche. Vermutlich kam es zu einem Kampf, denn es gibt mehrere Hämatome am Körper. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat sich Rod heftig gewehrt. Kleine Holzsplitter in den Kopfverletzungen weisen auf einen Holzgegenstand hin, mit dem er geschlagen wurde."

Steve unterbricht sie: "War es eine oder waren es mehrere Personen?"

"Die Blutspuren untersuchen wir noch, vielleicht ist auch eine vom Täter.

Theoretisch könnten es zwei Täter gewesen sein, es befinden sich Abdrücke auf beiden Armen des Opfers. Einer hielt ihn fest und der andere stach ihm mit einem Springmesser in den Rücken, es ist die typische Mordwaffe eines Profis."

"Waren die Kopfverletzungen oder die Messerstiche tödlich?", erkundigt sich der Inspektor.

"Die Messerstiche waren tödlich. Danach wurde er in das Meer geworfen.

Todeszeitpunkt ca. 22 Uhr bis 23 Uhr. Leider wurde bis jetzt noch keine Mordwaffe gefunden. Meinen vorläufigen Bericht habe ich Kommissar Martinez gesandt. Und die unangenehme Nachricht lautet: Leider muss ich morgen früh nach Barcelona aufbrechen."

"Du weißt doch, dass ich dich nur ungern gehen lasse."

"Deswegen liebe ich dich auch so sehr."

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