Der Tote im Sand by art.TM - HTML preview

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Kapitel 9

Am nächsten morgen klingelt das Handy vom Inspektor. Er hebt ab und hört eine männliche Stimme: "Hallo Herr Campbell, hier spricht Rico von Taxi Sergio. Mein Chef hat mich informiert, ja, am Freitagabend habe ich einen Engländer zuerst zum Bahnhof gefahren, dort holten wir sein Gepäck und danach ging es zum Hafen zu einem Fischkutter ... der dem Kapitän Mario gehört. Alle Leute vom Hafen kennen ihn.

Herr Hancock plante nach Formentera zu fahren, um dort mit seiner Frau den Urlaub zu verbringen. Er verpasste die letzte Fähre."

"Woher kennen Sie seinen Namen?", fragt Campbell neugierig.

"Er zahlte mit Kreditkarte. Übrigens befanden sich am Kutter noch Freunde von Mario, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Sie machten einen etwas unseriösen Eindruck. Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter Herr Campbell. Ist etwas mit Herrn Hancock nicht in Ordnung? Seine Kreditkarte war auf jeden Fall valide.", erzählt der sympathische Rico.

"Nein, nein, das hat nichts mit der Bezahlung bzw. dem Geld zu tun, aber Sie haben mir sehr geholfen. Vielen Dank für Ihre Auskunft, kann ich Sie nochmals anrufen, falls nötig?", meint der redselige Kriminalist.

"Ja klar, jederzeit.", bietet Rico an.

Steve bedankt sich und legt auf.

Inspektor Campbell startet mit einer Pinnwand ... zur Visualisierung der Fallanalyse.

Rod von London nach Barcelona im Mittelpunkt der Wand, rechts außen angepinnt ist der Hafen mit Fischkutter, daneben Mario, der Besitzer und andere Leute. Links, Taxifahrer Rico vor Antiquitätengeschäft Pablo.

Er fädelt auch noch die Strecke zum Bahnhof und zum Hafen ein. Ist Rico tatverdächtig, Mario scheint es zu sein. Oder vielleicht ist es der Antiquitätenhändler - fragt sich unser englischer Profiler. Ist es eine Intrige von Ella und Isabella, könnte Eifersucht im Spiel gewesen sein. Steve gehen all diese Tatmotive durch den Kopf.

Er setzt sich mit seinem Kollegen Leon Martinez in Barcelona in Verbindung, um ihm die Neuigkeiten zu berichten. Kommissar Martinez bedankt sich bei Campbell und schlägt ihm vor, sein Team schnellstmöglich zum Antiquitätengeschäft zu senden.

"Das ist eine gute Idee, aber erschrecke den Mann nicht allzu sehr", witzelt Steve.

"Wir ziehen extra unsere Samthandschuhe an", kontert Martinez und dreht sich zu seinem Team um, das ihm dazu Beifall gibt.

29

Kurze Zeit später besucht das Team von Leon den Antiquitätenhändler, aber er ist nicht mehr auffindbar. Sie durchsuchen die Papiere mit einer gültigen Durchsuchungsanordnung und entdecken, dass eine Seite bei den Quittungen herausgerissen wurde. Das Forensik Team versucht zu rekonstruieren, was auf dem Beleg notiert wurde. Tatsächlich haben sie Erfolg und erkennen das Handgeschriebene. Der Beleg wurde über ein Picasso Gemälde ausgestellt, mit einer Anzahlung. Ein weiterer Polizist überprüft die Kassenbons und entdeckt eine Kreditkartenzahlung von Rod Hancock. Der Betrag von 1000 € ist identisch mit dem Beleg über das Gemälde.

Wo befindet sich der Picasso, das müssen wir unbedingt herausfinden, drängt Leon sein Team. Und wo befindet sich der Antiquitätenhändler. Das Geschäft wird zunächst polizeilich abgeriegelt.

Leon tritt vor sein Team und sagt: "Für heute machen wir Schluss, aber morgen früh geht es gleich um 7 Uhr los. Wir treffen uns in meinem Büro zur Lagebesprechung. Wir schreiben Pablo zur Fahndung aus. Ich bin mir sicher er hat Dreck am Stecken."

Der geflüchtete Antiquitätenhändler beobachtet neugierig das Geschehen.

Pablo versteckt sich im Nachbarhaus im Garten, bis die Polizei weggefahren ist. Sein Gesichtsausdruck zeugt von Angst. Ihm ist klar geworden ... dass er jetzt ein gesuchter Verbrecher ist. Schnell und leise verlässt er sein Unterschlupf mit dem Gemälde unter dem Arm, schaut sich um, dass ihn niemand beobachtet oder folgt. Er läuft ein paar Straßen weiter zur Metro Station, immer wieder dreht er sich um, doch die Luft ist rein. Glück gehabt, denkt er und steigt in die nächste Metro. Er wollte sich gerade zu einem Platz begeben, da stößt ein Mann an das Kunstwerk. Pablo schaut ihn an und sagt: "Passen Sie doch bitte auf", gleich darauf entschuldigt sich der Fremde bei ihm.

Panisch blickt er sich um. Sein Gehirn martert ihn: Hat mich schon jemand entdeckt? Läuft eine Fahndung nach mir? Gibt es ein Foto in den Medien?

Er flucht im Stillen: Der Boden wird mir zu heiß. Verdammt - ich habe gewusst, dass es irgendwann auffliegen wird.

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