Der Tote im Sand by art.TM - HTML preview
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Kapitel 11
In der Zwischenzeit hat Leon mit seinem Team die Fahndung nach Pablo eingeleitet. Er hat die Medien zu einer Pressekonferenz in Barcelona geladen. Auf der Konferenz teilt er den Presseleuten mit, dass ein Antiquitätenhändler, namens Pablo, auf der Flucht ist. Er ist dringend tatverdächtig, in Bezug auf einen ungeklärten Mordfall. Der Kommissar verteilt ein Foto mit Steckbrief an die Presse.
Er bittet das Fernsehen, dieses Foto in den Nachrichten zu zeigen. Alle sachdienlichen Hinweise, möge man bitte an die Polizei von Barcelona weiterleiten. Die Rundfunkanstalten sollen die Bevölkerung zu einer Beteiligung an der Suche aufrufen. Der Mann soll nicht angesprochen werden, da er bewaffnet sein könnte.
Zeitgleich beauftragt Martinez einen Teil seines Teams, den Kapitän Mario und seinen Fischkutter im Hafen, zu observieren. Leider ist kein Mario in Sicht. Sie befragen die anderen Fischer ob ihnen heute Mario begegnet ist.
Doch komischerweise hat ihn niemand gesehen. Wichen sie den Fragen absichtlich aus? Haben sie Angst ihn zu verraten? Wissen sie von dem kriminellen Doppelleben? Wer das ungeschriebene Gesetz des Schweigens bricht - hat sein Leben verloren. Der Gesuchte scheint ein unbeschwertes Leben zu führen - denn sein Fischkutter liegt noch im Hafen vor Anker.
Der leitende Beamte des Teams von Leon, meldet sich beim Kommissar.
"Leider ist auch Mario nicht auffindbar, wir können jedoch den Fischkutter beschlagnahmen. Wir benötigen eine Durchsuchungsanordnung."
"Schnell wie wir sind - ist das Dokument schon auf dem Weg zu euch. Gute Arbeit.", meint Leon.
Mario hat von der Razzia, im Antiquitätengeschäft Wind bekommen und hat den Hafen längst verlassen. Er verfolgte auch die Nachrichten, dass Pablo von der Polizei gesucht wird. Mario setzt sich mit seinen beiden Vertrauten per E-Mail in Verbindung, die Rod Hancock mit seinem Kutter nach Formentera brachten. Er warnt die kriminellen Profis, dass das Antiquitätengeschäft von der Polizei durchsucht wurde und abgeriegelt ist.
"Keine Spur von Pablo, habe mich selbst in Sicherheit gebracht. Nur noch über meine geheime E-Mail Kontakt aufnehmen.", schreibt der flüchtige Kapitän.
Das Team von Kommissar Martinez hat den Fischkutter und die Umgebung abgeriegelt und die Forensik hat ihre Zelte aufgeschlagen um 33
den Tatort genauestens zu untersuchen. Die Ergebnisse ermöglichen die Analyse und Rekonstruktion des Tathergangs. Plötzlich entdeckt ein Kollege von Bianca ein kleines Stück Metall.
"Das sieht aus wie ein Ohrring.", meint er.
"Tüte das bitte ein, es gehört entweder Rod oder dem Mörder, wenn wir Glück haben.", ordnet Bianca an.
In Holzritzen kamen winzige Blutspuren zum Vorschein, das war ein weiterer Erfolg. Ein Schuhabdruck wurde entdeckt. Sie arbeiten den halben Tag am Kutter.
Voller Tatendrang gehen die Polizeibeamten am Hafen zu den Bewohnern und befragen sie. Einer berichtet, dass bei Mario zwei fremde Männer mit Sonnenbrille und Baskenmütze standen und sich angeregt unterhielten.
"Wann war das?", fragt der eine Polizist.
"Ungefähr gegen 20 Uhr, es war noch hell."
"Konnten Sie verstehen, was gesprochen wurde?"
"Leider nicht, es war kein Spanisch, ich glaube sie sprachen Englisch."
"Können Sie zu den Beiden nähere Angaben machen?"
"Also sie sahen sehr sportlich aus und waren schlank und groß. Aufgrund ihrer braungebrannten Gesichter vermute ich, dass sie schon lange hier wohnen. Mehr ist mir nicht aufgefallen, ich hatte mich auch nicht für die zwei interessiert."
"Und Ihr Name ist?"
"Ich bin Lukas Gomez und lebe mit meiner Frau hier drüben im roten Haus. Wenn Sie mich nochmals brauchen, gebe ich Ihnen gerne unsere Telefonnummer. Sie können mich ja jederzeit anrufen, aber mehr fällt mir zu den Männern nicht ein."
Plötzlich schreit ein Mitarbeiter der SpuSi vom Fischkutter: "Hier ist eine Bombe mit Fernzündung versteckt. Sofort alle vom Boot runter, bevor wir in die Luft fliegen."
Wie von der Tarantel gestochen, flitzen sie alle vom Boot. Kaum waren sie an Land, da explodierte der Kutter, einige Teile flogen in Richtung der Zelte, eines wurde zerstört. Ein neugieriger Zuschauer hat das ganze mit dem Handy aufgenommen. Er spaziert schnurstracks zum nächsten Polizisten und führt ihm das Video vor. Er fragt den Staatsbeamten ob sie das als Beweismittel haben möchten. Er bedankt sich und bittet ihn das Video an die Polizeidienststelle zu senden. Bei diesem tragischen Schauspiel wurde zum Glück niemand ernsthaft verletzt.
Der Leiter der SpuSi gibt den Befehl, die ganze Umgebung nach dem Handy abzusuchen, mit dem die Bombe ferngezündet wurde. Da sieht einer der Polizisten, dass ein schwarzes Auto, aus dem Hafen mit hoher 34
Geschwindigkeit davon rast. Er fordert per Funk einen Polizeihubschrauber an - um die Flüchtigen, die die Bombe gezündet haben, zu verfolgen. Mit der Info für die Kollegen ... dass das gesuchte Fahrzeug in Richtung Schnellstraße unterwegs ist. Kurz darauf kreist der Helikopter über der Schnellstraße. Der Pilot entdeckt das schwarze Fluchtauto vor sich, auf dem Weg in die Innenstadt und plötzlich schießt der Beifahrer mit einem Maschinengewehr auf den Helikopter.
Da flucht der Pilot: "Jetzt ballern die Schweine auch noch auf uns."
Der Copilot schaut den Piloten an und sagt lässig: "Pass auf deinen Kopf auf - nicht dass du noch eine Kugel einfängst."
Der Angesprochene witzelt: "Noch habe ich nichts unter der Mütze."
Aus Sicherheitsgründen dreht der Heli ab und fliegt zurück zur Basis. Der Copilot spricht mit der Polizeizentrale, er fordert eine Absperrung der Schnellstraße zur City und warnt: Es ist höchste Vorsicht geboten - denn die Flüchtigen sind schwer bewaffnet.
Die Jagd auf das schwarze Auto war eröffnet. Eine Armada von Polizei ist aufgerufen, um die auf der Flucht befindlichen zu stellen. Denn die Staatsbeamten mögen es gar nicht, wenn sie jemand bei ihrer Arbeit in die Luft sprengen möchte. Die Gejagten nehmen die nächste Ausfahrt, biegen in eine kleine Seitenstraße und fahren weiter bis zu einem Waldrand. Dort wartet schon das für die weitere Flucht notwendige Auto vom Auftraggeber. Die Profis steigen schnell um, zünden eine Bombe und sprengen das Fluchtauto in die Luft. Keine Spuren zu hinterlassen - das ist eine der Weisheiten, im großen Lehrbuch der Kriminellen.
Die Beamten von der Straßensperrung informieren die Zentrale: "Wir haben sie verloren."
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