Trilogie - Die letzten Rätsel des Steinlachtals by Michael Gauger - HTML preview
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DIE KAPELLE UND IHRE ANZIEHUNGSKRAFT
AUF FRAUEN
Und bevor uns vor so viel tiefschichtiger und mehrdeutiger Symbolik der Kopf zu sehr raucht,
behandeln wir im letzten Punkt unserer kleinen Spurensuche mal kein archäologisches
Fundstück oder Relief, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, konkret: Frauen
Schon seit Jugendtagen haben einige Freunde und ich bemerkt, dass viele Frauen sich von der
Belsener Kapelle stark angezogen fühlten. Und das hatte bei den meisten von ihnen jeweils nicht
(bemerkbar) mit Glauben zu tun, sondern schlicht mit einer Ausstrahlung, einer speziellen Aura des
Ortes.
Wenn z.B. Frauen, die neu in der Gegend waren (wie ein paar gute Freundinnen oder Bekannte von
mir), an der Kapelle unten vorbei fuhren, fragten sie gelegentlich, ohne um die Kapelle zu wissen,
(die man von unten ja gar nicht direkt sieht): «Was ist da oben?» Antwort: «Eine alte Kirche oder
Kapelle». Entgegnung: «Ich will dahin» oder auch: «Ich will da hoch». Und wenn man oben war,
haben sie sich jeweils etwas «Zeit alleine» auserbeten…. Das fand ich immer schon interessant und
kurios. Konnte mir (wie die Freunde, die Ähnliches erlebten!) daraus aber nie einen Reim machen.
Und auch einige einheimische Frauen äuβerten immer wieder, dass sie da oben gerne mal alleine
sind, und sich Zeit dafür nehmen…
Eine tiefere Erklärung für dieses «Phänomen» konnten auch die Frauen jeweils nicht geben.
Nun ist König Salomo aber auch bekannt als regelrechter «Womanizer». Abgesehen von der
weltbekannten Affäre mit der Königin von Saba hatte er gemäβ Bibel 700 Hauptfrauen und 300
Nebenfrauen (1. Könige 11, 1-3). Und da die Belsener Kapelle, wie wir ja gesehen haben, eine Referenz
auf König Salomo und auch dessen Tempel ist, halte ich es mittlerweile für möglich, dass viele
Frauen dort entsprechende Kräfte oder Energien spüren. Und wie die Womanizer aller Epochen war
König Salomo für viele Frauen einfach unwiderstehlich, was ja auch die Königin von Saba erlebte!
Aber vielleicht war ja auch alles ganz anders, als wir denken ;-)
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VORLÄUFIGES FAZIT:
Wir finden in der Belsener Kapelle viele Parallelen zum Salomonischen Tempel, baulich und auch in Zahlen.
Daher dürfen wir sie durchaus als Referenz bzw. Miniaturkopie dieses Tempels ansehen. Und weil Salomo als
einer der grö βten «Womanizer» der Geschichte gilt, fühlen sich von der Kapelle eben auch viele Frauen
angesprochen ob nun gläubig oder nicht. Allerdings waren Bezüge zum Salomonischen Tempel in
mittelalterlichen Kirchen so verbreitet, dass man dadurch nicht unbedingt auf eine templerische
Bauherrschaft schlie β en muss.
Doch wenn man daneben die lokale Überlieferung von dort hausenden Templern einbezieht, welche sich
selbst gar als regelrechte «Salomonsritter» ausweisen, und die auch auf dem Jerusalemer «Tempelberg»
logierten, scheint eine templerische Bauherrschaft der Kapelle plausibel.
Im Rahmen einer in der Kapelle codierten mehrdeutigen Symbolik fanden wir zudem im blindgeborenen
Maximin auch einen neuen Kirchenpatron der Kapelle, neue Bezüge zum Hl. Johannes in einer
Kreuzigungsgruppe im Tympanon , eine mehrfach in der Kapelle fixierte «Zahl des Tieres», die in der Bibel
zunächst auf Salomo(!) anspielt, aber auch die mehrfach verbaute Zahl 9, die für Templer eine groβe Rolle
spielte. Zudem neue Deutungen des Ortsnamens Belsen … Und noch mehr symbolische Eigenheiten, welche
uns in den nächsten 2 Artikeln weiter beschäftigen werden…
Im nächsten Artikel werden wir dann weitere Hinweise auf alttestamentliche Codierungen in der Umgebung
entdecken, auch frz. Namenswurzeln. Was zusammen mit den Fundstücken dieses Artikels und den lokalen
Sagen eine Indizienkette ergibt, die stark für templerische Machenschaften in der Region sprächen.
Dabei kommen wir auch auf die «unchristlichen Umtriebe» dieses Ordens genauer zu sprechen...
Wir werden dort also ein «grö βeres Bild» erkennen, weitere überraschende biblische Bezüge in der
Umgebung ausleuchten und einen möglichen Gesamtzusammenhang herstellen: dies in Form einer
einzigartigen «Landschaftsmythologie».
Wir sto βen dabei auf die Ammoniter, alte Feinde der Israeliten, aber auch auf die Oase Siwa in Ägypten, seit
jeher ein mysteriöser Orakelort. Dabei wird uns auch ein legendärer Priesterkönig begegnen, in dem viele
eine Vorwegnahme von Jesus Christus sahen (und den einige sogar für höher als diesen hielten!), zudem
alttestamentliche priesterliche Blutlinien, die vielleicht bis heute um Legitimation konkurrieren, und etliches
mehr…
Ist die Belsener Kapelle nur (zentraler) Teil einer viel gröβer angelegten christlichen
und mythologischen Codierung in der Landschaft selbst, also einer regelrechten
«Landschaftschaftsmythologie»?
Eine biblische Landkarte im Steinlachtal? Viele Orts- und Flurnamen sprächen für
diese Annahme, ebenso alte Familien, Bergnamen und weitere Indizien…
Artikel – eigentlich schon ein Kurzbuch :-) von Michael Gauger, Mai 2023, alle Rechte vorbehalten
schreibgauger@gmx.net
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