Der Tote im Sand by art.TM - HTML preview

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Kapitel 4

Eine Woche später als Ella reist Rod von Plymouth nach Santander in Nordspanien. Doch dort verweilt er nicht allzu lange. Mit dem Shuttlebus fährt er vom Hafen zum Bahnhof. Er muss die 8:30-Verbindung nach Barcelona erreichen. Die romantische Erlebnisreise mit dem Nostalgiezug durch diese idyllische Landschaft ist eine wahre Freude. Das natürliche Schauspiel begeistert Rod.

Ein geschäftliches Treffen mit einem Textilfabrikanten steht auf dem heutigen Terminkalender. Die beiden haben sich zur Mittagsstunde in einem Restaurant in der City verabredet. Während des Lunchs vereinbaren sie eine neue Lieferung von Modeartikeln nach London. Die neuesten Modelle für die Wintermode. Die Geschäftspartner feilschen um die Preisdetails. Das Gespräch ist ein Erfolg, Rod ist sehr zufrieden und ordert zwei Tequila zur Feier der Vereinbarungen. Die Londoner High Society wird auch in diesem Winter seine Modelle tragen. Dazu erhebt Englands erfolgreichster Modeunternehmer das Glas mit dem Trinkspruch: "Salut.

Auf die Zukunft."

Sein Gegenüber prostet ihm zu: "Salut. Auf unseren Erfolg."

Nach dem Essen verabschiedet er sich und will ein Taxi zum Hafen nehmen.

Doch die letzte Fähre nach Formentera ist schon ausgelaufen. Spontan entscheidet er sich für einen Stadtbummel. Beim Schlendern durch die Altstadt entdeckt er ein auffallendes Antiquitätengeschäft.

Rod kennt die tragischen Ereignisse von dem Kunstraub und vom heimtückischen Mord an der Familie von Isabella. In diesem Moment denkt er an die gestohlenen Picassos und wie es der Zufall will, entdeckt er eines davon im Schaufenster dieses Antiquitätengeschäftes. Im Stillen flüstert er: "Das kann doch nicht sein. Ich glaube ich träume."

Der detektivische Spürsinn ist in ihm geweckt worden. Voller Neugier starrt er auf das Gemälde und fasst den Mut, selbst zu recherchieren. Seine Hand zittert vor Erregung, als er unter unerträglicher Anspannung die Tür zu diesem dubiosen Laden öffnet. Das Mantra: "lch darf mir nichts anmerken lassen.", pocht unter seiner Stirn.

Ist es eine heiße Spur? Würde er den Verbrechern von Auge zu Auge begegnen? Welche List wende ich an - kam es ihm in den Sinn. Mutig, wie er ist, stürzt er sich in diese Eskapade.

Der erste Schritt zur Aufklärung dieses Verbrechens besteht in der simplen Frage an den Inhaber: "Verkaufen Sie dieses Gemälde?"

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"Selbstverständlich steht dieses Gemälde zum Verkauf", teilt ihm der Mann mit.

"Stammt es aus einer privaten Sammlung?", erkundigt sich Rod.

"Es stammt von einem anonymen Kunden", antwortet der Antiquitätenhändler.

Rod lässt das Gemälde auf seinen Namen reservieren und macht eine Anzahlung. Somit verhindert er den Verkauf des Gemäldes an eine andere Person. Es gibt ihm Zeit, Isabella zu informieren.

Jedoch, so einfach ist die harte Nuss zur Aufklärung dieses Falles nicht zu knacken. Spontan beschließt er, möglichst schnell professionelle Unterstützung herbeizurufen.

Rod erkundigt sich beim Händler nach dem schnellsten Weg auf die Insel Formentera. Ein abseits stehender Mann hört der Konversation der beiden aufmerksam zu. Er mischt sich ein und stellt sich als Mario, Kapitän eines Fischkutters, vor.

"Ich kann Sie gerne auf meinem Fischkutter nach Formentera mitnehmen", bietet Mario an.

"Das trifft sich ja gut. Das ist mein Glückstag. Dann sehe ich ja heute Abend noch meine Frau", erwidert Hancock.

"Können wir gleich aufbrechen?", fragt der Kapitän.

"Ich muss nur noch mein Gepäck im Schließfach am Bahnhof abholen", teilt Rod ihm mit.

"Das ist kein Problem. Wir treffen uns im Hafen, bei meinem Schiff, einem rot-blauen Fischkutter mit dem Namen Sophia."

Rod ist begeistert, bedankt sich beim Händler und ruft ein Taxi. Wie schön, der Tag ist gerettet, denkt er still und leise.

Im Taxi bittet er den Fahrer, am Bahnhof zu warten, um ihn anschließend an der Anlegestelle im Hafen abzusetzen.

"Ja gerne, wohin geht die Reise?", fragt der Taxifahrer.

"Ich treffe mich mit Kapitän Mario, einem Fischkutter-Kapitän, der mich nach Formentera mitnimmt. Kennen Sie ihn?", erkundigt sich Rod.

"Ach Mario, den kennt hier jeder. Da haben Sie ja eine nette Bekanntschaft gemacht", sagt der Taxifahrer. In diesem Moment erreichen sie den Hafen, Hancock bezahlt den Fahrer, der ihm noch das Gepäck zum Schiff trägt.

Mit den Worten "Ich wünsche Ihnen noch eine gute Reise" verabschiedet er sich bei Rod und drückt ihm seine Visitenkarte in die Hand.

All seine Gedanken verweilen bei seiner geliebten Gattin. Sie wird ihn heute Abend noch in ihre Arme nehmen.

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Nachdenklich meint er: "Habe ich mich auffällig benommen? Warum hat der Ladenbesitzer das Gemälde im Schaufenster ausgestellt? Weiß er nichts von dem Diebstahl? Ist er wirklich unwissend?"

Die Entdeckung des Gemäldes wird Isabellas Leben komplett verändern.

Ist das der ausschlaggebende Hinweis zur Aufklärung des Mordes an ihren Eltern?

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