Der Tote im Sand by art.TM - HTML preview
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Kapitel 15
Leon studiert die vergrößerten Aufnahmen genau. Er stellt fest, dass Mario Richtung Imbiss läuft und glaubt, dass er sich ganz in der Nähe dieser Straße aufhalten muss. Für ihn ist es kein Zufall, dass er zum Imbiss geht, denn er muss seinen Hunger stillen.
"Chris und Lena, Ihr überprüft den Imbiss und nehmt eines der Bilder mit."
"Alles klar, Boss.", sie salutieren ... schlagen die Hacken zusammen und brechen auf. Denn für ihren Beruf geben sie alles. Für ihren Kommissar gehen sie durch die Hölle. Leon kann sich jederzeit auf sie verlassen. Ja ...
sie sind ein Winning Team.
"Ich werde zwei Zivilpolizisten zur getarnten Observierung der Gegend einsetzen. Vielleicht haben wir Glück und erwischen Mario."
Nachdem sie am Imbiss angekommen sind ... spricht Chris mit dem Besitzer und Lena zeigt ihm das Bild von Mario.
"Ja, den kenne ich. Er holt sich zweimal pro Tag einen Snack bei mir."
"Und wann?", fragt Lena.
"So circa um 12 und 17 Uhr.", meint der Imbissbuden Besitzer. "Ist er ein Verbrecher?", fragt er. Chris informiert ihn, dass er dringend gesucht wird.
Vorsichtig erkundigt er sich: "Haben Sie es nicht in den Nachrichten gehört?"
"Lieber junger Mann, ich habe viel zu viel zu tun und keine Zeit für die Nachrichten. Sobald er bei mir erscheint ... krempel ich meinen linken Ärmel hoch. Dann könnt Ihr ihn schnappen."
Mario setzt sich eine Perücke und Hut auf, klebt sich einen Oberlippenbart an, bevor er wieder die Wohnung verlässt. Er grinst in den Spiegel und gibt klar zu verstehen: "Glaubt ihr wirklich, ich laufe nochmals als Mario auf die Straße? Um mich zu schnappen … da müsst ihr schon Bond schicken! Und dem puste ich das Hirn raus."
Eins ist sicher - mit dieser Verkleidung geht er dem Feind nicht ins Netz.
Sein Magen knurrt, höchste Zeit für einen Imbiss. Sein Instinkt verrät ihm, dass die Polizei ihm dicht auf den Fersen ist. Vorsichtshalber nehme ich die Pistole mit. Und das alles wegen einem Picasso. Ihm wird etwas mulmig und er spricht laut vor sich hin: "Ich muss unbedingt den Boss in London kontaktieren. So langsam wird mir hier der Boden zu heiß."
Von schlechten Gefühlen geleitet, macht er sich auf den Weg zum Imbiss.
Unterwegs spürt er seine Nervosität. Er macht sich Mut durch das Mantra: 41
"Ihr kriegt mich nicht. Ihr kriegt mich nicht. Verdammt - Ihr kriegt mich nicht."
Er fühlt sich in seiner Verkleidung pudelwohl. Warten sie schon am Imbiss auf mich? Hat der Imbissbesitzer mich etwa erkannt und verraten? Wenn sie Vor Ort sind, werde ich mir den Weg Freischießen. Kurz vor dem Imbiss stoppt er und prüft mit seiner Nase, ob es nach Polizei riecht. Sein siebter Sinn sagt ihm - die Luft ist rein. In seiner weltmännischen Art - bestellt er ganz lässig, wie gestern auch, zwei Cheeseburger und einen gemischten Salat. Sein Gegenüber scheint ihn nicht zu erkennen. Oder hat er mich erkannt und macht nur gute Miene zum bösen Spiel? Steht hinter mir schon etwa ein Polizist?
Neugierig fragt er ihn: "Hast du heute schon die Nachrichten gesehen?"
"Heute noch nicht. Wieso, gibt es etwas Besonderes?"
"Anscheinend wird jemand gesucht."
"Mir ist nichts bekannt."
Dann krempelt der Imbissbesitzer seinen linken Ärmel hoch. Mit magischem Blick starrte er hinter Mario. Der Gejagte spürt plötzlich die Gefahr und dreht sich um. Doch zu spät.
Eine laute Stimme befiehlt ihm: "Nehmen Sie die Hände hoch!"
Wie ein Blitz durchzuckt es ihn und er rennt los. Da taucht vor ihm ein Motorrad auf. Er reißt den Fahrer vom Zweirad und braust mit maximaler Geschwindigkeit davon. Die Polizisten springen zum Auto und rasen mit Blaulicht hinterher. Mario sieht das Polizeiauto und schießt auf die Vorderreifen. Er hat Glück und trifft den linken Reifen. Die Repräsentanten von Recht und Ordnung schauen entsetzt, als sich das Fahrzeug nicht mehr lenken lässt. Sofort rufen sie die Zentrale und fordern Verstärkung an.
Ein Einsatzfahrzeug in der Nähe meldet sich: "Er ist gerade an mir vorbei gekommen. Ich nehme die Verfolgung auf und versuche ihn vor der Schnellstraße zu stoppen."
Mario ändert rasch seine Strategie, als er an einem Taxi vorbei fährt. Er bremst, stellt das Motorrad ab und steigt auf das Taxi um. Der auf der Flucht befindliche Gangster schaut über seine Schulter nach hinten und das seine Freiheit beeinträchtigende Polizeiauto, scheint wie spurlos verschwunden. Schnell wie der Wind zückt er sein Handy ... mit der rettenden Idee - seinen Boss um einen schlauen Ausweg zu bitten.
"Ganz ruhig Mario, keine Nervosität zeigen. Lass Dich zum Hafeneingang fahren, wir treffen uns im kleinen Café an der Ecke. Dort holen wir Dich ab.
Ich bin bereits mit der Yacht im Hafen eingelaufen."
"Okay Boss, habe verstanden."
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Mario bittet den Taxifahrer, ihn am kleinen Cafe beim Hafen aussteigen zu lassen. Der gestresste Mann des Verbrechens begleicht die Rechnung und schlendert gemütlich zum Eingang des Cafes.
Toni und Boris, die zwei englischen Profis, stürzen den Rest ihres Kaffees hinunter, legen das Geld auf den Tisch und kommen Mario entgegen.
"Gleich zum Boss.", befiehlt Boris.
Ein auf Observation des Hafens befohlener Zivilbeamter bemerkt Mario, er informiert sofort Leon.
"Ihr sucht doch diesen Kapitän. Ich habe gerade Mario, mit zwei Typen in Lederjacken entdeckt, er trägt noch die Verkleidung, wie von Euch beschrieben."
"Lass Ihn nicht aus den Augen, wo immer er auch hingeht, bis wir eintreffen."
"Okay, ich bleibe an ihm dran."
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