Das Mamilch-Mysterium, Teil 2/2: Von Jerusalem nach Galiläa - und waren gebannte Templer am Pilatus? by Michael Gauger - HTML preview

PLEASE NOTE: This is an HTML preview only and some elements such as links or page numbers may be incorrect.
Download the book in PDF, ePub, Kindle for a complete version.

Image 1

Da

D s

a

s Ma

M m

a i

m lch

c -

h M

- y

M s

y t

s er

e i

r um

u ,

m Te

T i

e l 2

2 vo

v n

o

n 2:

2

Wo

W

o lieg

e t

g de

d r

e

r ec

e h

c t

h e

e Ma

M m

a i

m lch

c -

h B

- e

B r

e g

r ?

g

Bild oben: Himmelfahrtskapelle auf dem Ölberg in Jerusalem; aus wikipedia free commons, von Herwig Reitlinger 2005

Nachdem wir im letzten Video – und Artikel - „Das Mamilch-Mysterium – Himmel- und Höllenfahrt in der Schweiz?“ geografische Parallelen bzw. Entsprechungen des schweizerischen PILATUS-Berges zum apokryphen Nikodemus-Evangelium (welche auch „PILATUS-Akten“ genannt werden) beleuchtet haben, und hier wie dort neben einem Pilatus ein „Mamilch“ steht(!), ist Gegenstand des aktuellen Videos die Klärung der Frage, wo denn dieser „Berg Mamilch“, also der Himmelfahrts-Ort Jesu Christi des Nikodemus-Evangeliums nun eigentlich wirklich lag?

Einige meinen, der „Berg Mamilch“ läge in Galiläa, was ja weit nördlich von Jerusalem ist.

Die christliche Tradition & Überlieferung hingegen verortet die Himmelfahrt Jesu Christi seit jeher auf dem Ölberg/Olivenberg in Jerusalem. Was stimmt denn nun? Ist das nicht ein Widerspruch?

Image 2

Wenn das Evangelium des Lukas die Himmelfahrt Jesu Christi auf dem Ölberg bei Jerusalem sieht, wie um alles in der Welt kommt das apokryphe Nikodemus-Evangelium darauf, dieselbe auf einem „Berg Mamilch“ zu verorten, welcher im doch recht weit entfernten Galiläa liegt?

Ku

K r

u z

r :

z Ga

G l

a iläa

ä

a od

o e

d r

e

r Je

J r

e u

r s

u a

s l

a em

e ?

m

Die Antwort ist: beides! Neue Entdeckungen + Sichtungen, die ich kürzlich machte, brachten hervor: der Berg Mamilch und der Ölberg bei Jerusalem sind nämlich ein und derselbe. Warum, will dieser kurze Überblick versuchen, zu klären.

Bild oben: Palästina zur Zeit Christi, Karte von 1916; Galiläa oben links Denn Jerusalem birgt tatsächlich auch ein „Galiläa“, womit sich das Lukas-Evangelium und der Text des Nikodemus-Evangeliums NICHT widersprechen, sondern ergänzen. Beide meinen den Ölberg bei Jerusalem!

Im Folgenden ein paar Zitate aus dem Buch „Jerusalem – ein Handbuch und Studienreiseführer zur.

Heiligen Stadt“, von Max Küchler, Vandenhoeck & Ruprecht Verlag Göttingen 2007, S. 904 ff.: Der syrische Dichter Jakob von Sarug (um AD 500) nennt den Ölberg den „Berg der Galiläer“, weil „viele jüdische Pilger nicht über das verrufene Gebirge Samarias nach Jerusalem kamen, sondern über die Jordansenke über Jericho nach Jerusalem (...) „aufstiegen“,...

Und weiter: „Der Ölberg als letzte Station in (...) die Stadt Jerusalem war der Ort der letzten Versammlung und Bereitung der Pilgerscharen aus Galiläa. Er wies deshalb seit alters entsprechende Einrichtungen auf.“

Herausgeber Max Küchler merkt an, dass es schon früh eine Pilgertradition gab, die ein

„Galiläa“ in Jerusalem meinen.

Weitere Quellen aus demselben Buch:

Christian von Stablo aus dem 9. Jh. erinnert sich, „in irgendeinem Buch gelesen zu haben, jener Teil Jerusalems heisse Galiläa, welchen die Galiläer erbaut hätten“.

Anastas Vadapet erwähnt um das Jahr 1000 IN Jerusalem 4 (vier) Klöster

„im Gebiet des Berges Galiläa“;

Max Küchler folgert: „Es gab also schon in der Zeit vor den Kalifen mit Sicherheit Ortsbezeichnungen in Jerusalem, die mit „Galiläa“ zu tun hatten.

Perdikas von Ephesus dann nennt um 1250 „einen Ort Galiläa auf dem Ölberg“.

Etc. pp.

Image 3

Image 4

Wenn also in englischen Ausgaben des Nikodemus-Evangeliums festgehalten wird (siehe unten), dass der Berg Mamilch bei Nikodemus nichts anderes als der Ölberg bei Jerusalem sei, von wo aus die Himmelfahrt Christi gem. dem Lukas-Evangelium stattfand. .

Bild oben: Screenshot aus catholiclibrary.org, „Gospel of Nicodemus“, Chapter 14

. .so ist das kein Widerspruch, sondern verweist auf eine alte jüdische Pilgertradition, und zwar direkt NEBEN Jerusalem. So erklärt sich auch, wie die Zeugen von Christi Himmelfahrt bei Nikodemus

„von Galiläa herab kamen“, um von der Himmelfahrt des Herrn zu berichten. Sie mussten nicht aus der weit abgelegenen galiläischen Provinz herkommen, sondern mussten nur vom Ölberg, dem „Berg der Galiläer“ (alias „Berg Mamilch“) nach Jerusalem gleich nebenan rüberspazieren.

Bild oben: Panorama von Felsendom, Klagemauer und Al-Aqsa-Moschee, im Hintergrund der Ölberg - aus wikipedia free commons, von „panoramio“ 2007

Image 5

Image 6

Ergebnis: der mysteriöse Berg Mamilch bei Nikodemus entspricht dem hinreichend bekannten Ölberg bei Jerusalem!

Bild oben: Blick vom Ölberg auf Jerusalem – aus wikipedia free commons, von „Bebo“ 2018

Was für unser lokales Mamilch-Mysterium (das beim Schweizer Berg Pilatus) nichts anderes heisst, als dass ein Mamilch bei einem Pilatus (analog Jerusalem) sich bestens in christliche Überlieferung und Tradition einfügt!

Kleines Detail am Rande: Unweit des Pilatus-Berges liegt noch ein Berggipfel, der „Ochs“ geheissen wird (siehe im Bild oben). Und der Gipfel des Pilatus selbst heisst „Esel“. .

Image 7

Ochs und Esel wiederum. . weisen auf die Geburt Jesu Christi hin, und Bethlehem in Judäa ist von Jerusalem, wie der lokale Ochs vom Pilatus nicht sooo weit weg. Das bekannte Motiv von Ochs & Esel an der Krippe des Christkinds wiederum finden wir NUR im ebenfalls apokryphen „Pseudo-Matthäusevangelium“ (aus dem 8. Jh., nicht in den biblischen Evangelien), welches im Mittelalter sehr beliebt war1. So könnten wir Ochs & Esel auch als geografischen Hinweis auf dieses Pseudo-Matthäusevangelium ansehen.

Und das „Mittaggüpfi“ unweit davon könnte wiederum auf die 12 Apostel hinweisen (siehe im letzten Artikel).

Bild oben: Stelle mit dem angeblichen Fussabdruck Jesu Christi in der Himmelfahrtskapelle auf dem Ölberg; aus wikipedia free commons, von „mattes“ 2011

Na

N m

a e

m n

e s

n g

s e

g b

e u

b n

u g

n

g du

d r

u c

r h

c

h ge

g b

e a

b n

a n

n t

n e

e Te

T m

e p

m e

p l

e ri

r tter

e ?

r

Gemäss Urs Bigler2 (siehe im letzten Artikel) fanden gebannte Tempelritter, die nach 1314 verboten und verfolgt wurden, auch in der heutigen Innerschweiz Zuflucht. Dort hätten diese dann quasi „incognito“, also aus dem Hintergrund, gewirkt, dennoch viele sichtbare Spuren hinterlassen. .

1

„Die geheimen Schriften der frühen Christen – Apokryphen und Gnosis“, Weltbild-Verlag Augsburg 2008, S. 192

2

Urs Bigler: Spuren der Johannieskrieger – die wahren Gründerväter der Eidgenossenschaft, ILV-Verlag Basel 2019

Image 8

Bild oben: Blick von der Rigi („Königin der Berge“) auf den benachbarten Pilatus, unten der Luzerner/Vierwaldstätter See; Bild vom Autor 2020

So könnten wir (wenn das mit den gebannten Templern beim Pilatus stimmt) möglicherweise biblische Namensgebungen um den Pilatus auch in etwa zeitlich einordnen. . in die Zeit unmittelbar nach Zerschlagung der Templer um 1314. Vielleicht sogar durch gebannte Templer selbst? Denn ist es nicht ein sonderbarer „Zufall“, dass die 3 Schweizer Urkantone (Uri, Schwyz und Unterwalden) in der Schlacht bei Morgarten genau ein Jahr später, also im Jahr 1315, plötzlich fulminant gegen die Weltmacht Habsburg gewannen? Das ist zwar nur eine These, aber. .

Trotz der lokalen Topografie (unwegsames Gelände, wo schwierig zu manövrieren ist), welche den 3

Urkantonen in dieser Schlacht sicher hilfreich war, gewinnt ein ungeordneter Bauernhaufen gegen das gewaltige Heer einer Weltmacht nicht einfach so. Ohne professionelle Hilfe – also Ausbildung/Exerzieren, übergreifende Koordination + zeitliche Abstimmung - durch kampferprobte Militärs ist ein solch gründlicher und vernichtender Sieg für „Ungelernte“ kaum denkbar3.

Und so blieben uns um den Pilatus noch genug Mysterien, die zu lösen wären. .

Artikel von Michael Gauger, November 2024; alle Rechte vorbehalten schreibgauger@gmx.net

zeitreisen-seeland oder nurfuerreiche.jimdo.com

3 Was Urs Bigler in seinem Buch „Spuren der Johanniskrieger“ (ILV-Verlag Basel 2019) schlüssig darlegt. Doch auch viele andere haben das bemerkt.

Auch in der Schlacht von Bannockburn 1314 (also ein Jahr zuvor), wo die Schotten gegen zahlenmässig weit überlegene Engländer einen entscheidenden Sieg errangen, wird vermutet, dass es gebannte Templer waren, die incognito halfen, gegen die Engländer zu siegen. Denn auch Schottland gewährte verfolgten Templern Unterschlupf. .

Image 9

Hier ist der Artikel eigentlich zu Ende :-)

Weil ein Artikel für free-ebooks.net aber mindestens 20 Seiten umfassen muss (also mit 7 Seiten weit zu kurz ist), wird er im Folgenden noch etwas „gestreckt“, mit weiteren Bildern. .

Zuerst noch Screenshots aus dem hier auf S. 3 zitierten Buch „Jerusalem – ein Handbuch und Studienreiseführer zur. Heiligen Stadt“, von Max Küchler, Vandenhoeck & Ruprecht Verlag Göttingen 2007, S. 904 ff.:

Image 10

Image 11

Image 12

Image 13

Image 14

Hier das Titelbild zum Video Teil 2:

Und hier die Karte mit diversen „Mamilchs“ in der Schweiz:

Image 15

Image 16

Hier die Stelle des englischen Nikodemus-Evangeliums, wo der Berg Mamilch mit dem Ölberg gleichsetzt wird:

Hier der Wikipedia-Eintrag zum Pseudo-Matthäusevangelium, der einzigen (wenn auch

„ausserbiblischen“) Quelle, wo Ochs und Esel an der Krippe Jesu erwähnt werden:

Image 17

Und welches in den Bergen Ochs (unweit des Pilatus) und Esel (Gipfel des Pilatus) als geografisch verortet gesehen werden kann, siehe Karte auf S. 5, oder nochmal hier:

Image 18

Screenshot der Website einer Schweizer Restaurants (Test by Rorotec Informatik - Issuu ) beim Doldenhorn, welches den Namensursprung der Mamilch-Höhle gleich neben dem Restaurant als biblisch erklärt. .

Image 19

Hier nochmal die Übersichtskarte mit allen (für mich auffindbaren) Schweizer „Mamilchs“, aus dem 1. Artikel „Das Mamilch-Mysterium: Himmel- und Höllenfahrt in der Schweiz?“

Image 20

Image 21

Koloriertes Foto vom „Esel“ auf dem Gipfel des Pilatus, um 1900:

Ein weiterer Blick von der Rigi auf den Pilatus, Foto vom Autor 2020:

Image 22

Bild oben: der legendäre Drachenstein von Luzern;

Bild mit freundlicher Genehmigung des Naturmuseums Luzern

Image 23

Der Drachenstein von Luzern als mögliche „Gralsversion“ in meinem Artikel: „Finden wir im Luzerner Drachenstein den ominösen >Heiligen Gral<?“, plus Video dazu:

Finden wir im Luzerner Drachenstein den ominösen "Heiligen Gral"?

- - -

Eine alte Illustration dieses „Drachensteins“ (Johann Jakob Scheuchzer 1746):

Image 24

Image 25

Eine weitere Illustration zu den Drachen von Luzern (vom selben Autor): Zeitgenössische Bilder von Tempelrittern (unten: Templer beim Angriff, aus der „Chronica Majora“, von Mathew Paris, ca. 1253) :

Image 26

Image 27

Zeichnung von 2 Rittern auf einem Pferd, dem Emblem der Templer (ebenfalls aus der „Chronica Majora, von Mathew Paris, 13. Jh.):

Verbreitung der Templer in Europa um 1300 (kurz vor ihrer Zerschlagung 1307-14):

Image 28

Screenshot der Wikipedia-Seite „Pilatussee“, wo neben der Pilatussage auch das im Artikel genannte Mittaggüpfi gezeigt wird:

You may also like...

  • Gandalf war echt! Aber anders, als wir glauben...
    Gandalf war echt! Aber anders, als wir glauben... International by Michael Gauger
    Gandalf war echt! Aber anders, als wir glauben...
    Gandalf war echt! Aber anders, als wir glauben...

    Reads:
    2

    Pages:
    20

    Published:
    Mar 2026

    Tolkien hat einige Einflüsse für seinen Gandalf angegeben... doch nur zu einer historischen Persönlichkeit hat Gandalf so frappant viele Ähnlichkeiten, dass i...

    Formats: PDF, Epub, Kindle, TXT

  • Los Chicos - Mil Recuerdos, Sus Historias
    Los Chicos - Mil Recuerdos, Sus Historias International by Joana Acevedo Park
    Los Chicos - Mil Recuerdos, Sus Historias
    Los Chicos - Mil Recuerdos, Sus Historias

    Reads:
    3

    Pages:
    223

    Published:
    Feb 2026

    La historia personal contada por 3 de los integrantes originales del grupo juvenil de los 80's "Los Chicos de Puerto Rico".

    Formats: PDF, Epub, Kindle, TXT

  • Poèmes - Compilation n°2
    Poèmes - Compilation n°2 International by Gwendal CLAUDEL
    Poèmes - Compilation n°2
    Poèmes - Compilation n°2

    Reads:
    1

    Pages:
    202

    Published:
    Nov 2025

    Compilation de 26 recueils de poésie, à la composition s'étalant du 09/07/2025 au 15/10/2025. Tous les poèmes rédigés en ce laps de temps ne figurent pas. Ceu...

    Formats: PDF, Epub, Kindle, TXT

  • Poèmes - Compilation n°1
    Poèmes - Compilation n°1 International by Gwendal CLAUDEL
    Poèmes - Compilation n°1
    Poèmes - Compilation n°1

    Reads:
    1

    Pages:
    202

    Published:
    Nov 2025

    Compilation de 29 recueils de poésie, à la composition s'étalant du 30/09/2022 au 22/08/2025. Tous les poèmes rédigés en ce laps de temps ne figurent pas. Ceu...

    Formats: PDF, Epub, Kindle, TXT

Find Your Next Great Read

Describe what you're looking for in as much detail as you'd like.
Our AI reads your request and finds the best matching books for you.

Showing results for ""

Popular searches:

Romance Mystery & Thriller Self-Help Sci-Fi Business