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Girokonto Almanach

7 Was versteht man unter Zahlungsverkehr?
Unter dem Begriff Zahlungsverkehr versteht man die Ausführung der eigentlichen
Zahlungsvorgänge. Sie sind eine Hauptpflicht des Kreditinstituts aus dem Girovertrag und im
§ 675 Abs. 1 BGB geregelt. Als Zahlungsvorgang bezeichnet man jede Bereitstellung,
Übermittlung oder Abhebung eines Geldbetrags. Zahlungsvorgänge erfassen alle
Zahlungsverfahren im bargeldlosen Zahlungsverkehr und decken damit Überweisungen,
Daueraufträge, Lastschriften oder Kreditkartenzahlungen gleichermaßen ab.
Unter bestimmten Umständen kann ein Kreditinstitut die Ausführung eines Zahlungsvorgangs
ablehnen. Das gilt insbesondere dann, wenn das Girokonto nicht die notwendige Deckung
aufweist. Das kann der Fall sein, wenn das Guthaben auf dem Girokonto oder die
eingeräumte Kreditlinie zur Ausführung der Überweisung nicht ausreicht und die Bank eine
weitere Überziehung des Dispositionsrahmens nicht erlaubt. Führt sie die Überweisung
allerdings aus, dann muss dies innerhalb bestimmter gesetzlich geregelter Fristen erfolgen.
Für die Durchführung des Zahlungsverkehrs fallen üblicherweise Gebühren in Form von
Transaktionskosten an. Handelt es sich allerdings um ein kostenloses Girokonto, kann die
Bank auf die Erhebung solcher Transaktionskosten ganz oder teilweise verzichten.
Zum einen verlangt eine Bank üblicherweise Kontoführungsgebühren für die Verwaltung des
Kontos. Zum anderen können für Überweisungen, Lastschriften und jede Form der
Geldbewegung Transaktionskosten anfallen. Auch für die Nutzung einer EC- oder Maestro-
Karte oder eine Kreditkarte kann von der Bank eine Gebühr erhoben werden.
Im Zuge der verstärkten Nutzung des Online Bankings werden sowohl die Kontoführung als
auch die Ausführung aller Buchungsvorgänge allerdings zunehmend auf den Kontoinhaber
verlagert. Er kann mit Hilfe eines Internetzugangs zu seinem Girokonto Überweisungen selbst
anweisen, Rechnungen bezahlen, Daueraufträge eigenständig verwalten und die gesamte
Kontoführung unabhängig von der Bank übernehmen. Damit hat er die Möglichkeit, jegliche
Art von Transaktionen auf seinem Girokonto selbständig durchzuführen, die eigentliche
Aufgaben der Bank entfallen mehr und mehr. In der Folge dieser Entwicklung verzichten
immer mehr Banken ganz oder teilweise auf die Erhebung einer Kontoführungsgebühr und
auf die Berechnung von Transaktionskosten. Ein Girokonto wird dann als kostenloses
Girokonto angeboten, wobei in Abhängigkeit von der Bank Bedingungen an dieses
gebührenfreie Girokonto geknüpft sein können.
Neben den eigentlichen Gebühren fallen für ein Girokonto auch Zinsen an. Sie greifen, wenn
auf dem Konto ein Dispositionskredit oder ein Überziehungskredit eingerichtet und in
 
 
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