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Anspruch genommen wurde. Bei einem Dispositionskredit handelt es sich um eine von der Bank geduldete Überziehung des Kontos. Ein Dispositionskredit wird üblicherweise eingerichtet, wenn ein regelmäßiges Einkommen vorliegt und wenn die Schufa Auskunft keine negativen Eintragungen enthält. Wird der eingerichtete Dispositionsrahmen im Einzelfall ausgereizt und überschritten, wird der Überziehungskredit in Anspruch genommen. Sowohl für den Dispositionskredit als auch für den Überziehungskredit berechnet die Bank Sollzinsen. Der Sollzins ergibt sich zunächst aus dem allgemeinen Zinsniveau am Kreditmarkt. Hier ist vor allem der Leitzins der Europäischen Zentralbank von großer Bedeutung, denn er steht für die Kosten, die eine Geschäftsbank zu zahlen hat, wenn sie einen Kredit bei ihrer nationalen Notenbank aufnimmt. Wird der Leitzins durch die Europäische Zentralbank erhöht, steigen auch die Kreditkosten der Geschäftsbanken, die sie meist direkt an ihre Kunden in Form höherer Zinsen weitergeben. Der Dispositionskredit gilt ebenso wie der Überziehungskredit als sehr teurer Kredit. Beide Zinsen können sich schnell im zweistelligen Bereich bewegen und sollten schon aus Kostengründen nur im Notfall und für einen kurzen Zeitraum in Anspruch genommen werden. Liegt eine dauerhafte und hohe Überziehung des Kontos vor, sollte man über einen Ausgleich mit Hilfe eines Ratenkredits nachdenken, denn dieser ist hinsichtlich der Kreditkosten sehr viel günstiger als der Dispositions- oder Überziehungskredit. Anders als die Gebühren fallen die Zinsen immer an, wenn der Kredit in Anspruch genommen wird. Damit sind sie auch zu zahlen, wenn es sich um ein kostenloses Girokonto handelt, bei dem die Bank auf die Erhebung von Gebühren verzichtet, nicht aber auf die Berechnung von Zinsen. Neben den Sollzinsen gewährt eine Bank manchmal auch Habenzinsen auf ein angespartes Guthaben. Gerade ein Girokonto allerdings zeichnet sich durch eine sehr niedrige Rendite aus, bei vielen Banken wird ein angespartes Guthaben sogar gar nicht verzinst. Hat man bei einer Bank ein kostenpflichtiges oder auch ein kostenloses Girokonto eröffnet, dass keine Verzinsung auf ein vorhandenes Guthaben gewährt, kann die Übertragung eines positiven Saldos zum Monatsende auf ein Tagesgeldkonto interessant sein. Das Geld bleibt dann jederzeit flexibel verfügbar, das Tagesgeldkonto bietet aber eine etwas höhere Verzinsung als ein kostenpflichtiges oder ein kostenloses Girokonto. 9 Was fällt unter die Nutzung des Girokontos? Ein kostenloses Girokonto wird ebenso wie ein kostenpflichtiges Girokonto zur Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs genutzt. Damit werden alle Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge von diesem Konto abgebucht, dem gegenüber stehen jegliche Form von Zahlungseingängen wie Lohn- und Gehaltszahlungen, Renten oder Unterhaltszahlungen. Neben dem bargeldlosen Zahlungsverkehr wird ein Girokonto auch verwendet um Bargeld abzuheben oder einzuzahlen. Girokonten dürfen damit im nationalen wie im internationalen ![]() |
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